Frühstücksoptionen

Ich werde immer wieder gefragt was ich überhaupt frühstücke. Vor allem Nicht-Veganer haben da Probleme ihre Fantasie spielen zu lassen. Aber auch Neu-Veganern fällt es schwer sich etwas anderes vorzustellen, als Brot/Brötchen mit Wurst und Käse. Ich kann das nachvollziehen, uns ging es anfangs nicht anders. Doch wir haben diese Herausforderung gemeistert und darum möchte ich allen Neu-Veganern, werdenden Veganern und Halbzeit-Veganern, Neu-Vegetariern und Halbzeit-Vegetariern, für die ich ja hier hauptsächlich schreibe, heute zeigen was wir so zum Frühstück konsumieren. Es ist übrigens inzwischen nur noch selten Brot, da wir zur Zeit versuchen wenig Weizen zu uns zu nehmen. Das hat nichts mit einer Allergie gegen Weizen-Produkte zu tun. Wir sind inzwischen einfach nur vorsichtig geworden wenn es um Lebensmittel geht, die in Massen produziert werden. Wir halten auch unseren Sojabohnen-Konsum gering. Ja das ist tatsächlich möglich…

Als erstes möchte ich euch gerne unseren absoluten Frühstücks-Star vorstellen:

Schnöden Haferbrei

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Hier abgebildet mit Birne und Blaubeeren. (Ich gehe grade durch eine intensive Blaubeerphase…) Ich habe gar kein richtiges Rezept für Haferbrei. Ich fülle einfach abends einen kleinen Topf mit Haferflocken (ich würd sagen, das sind für zwei Personen so 2-3 Tassen) und gebe dann vorsichtig geringe Mengen an Wasser hinzu, bis sich die Haferflocken gut mit dem Wasser vermengen lassen. Die Konsistenz sollte nicht zu flüssig sein, aber eben auch nicht zu fest. Dann lasse ich die Haferflocken über Nacht ziehen und koche sie am nächsten Morgen vorsichtig bei geringer Hitze auf, bis er grade warm ist. Diesen Tipp hat mir meine Heilpraktikerin gegeben. Zuvor haben wir die Haferflocken einfach morgens in einen Topf gekippt, Wasser drüber gegossen und sie bei hoher Temperatur heiß gemacht. Bei dieser Methode jedoch, sagte meine Heilpraktikerin, verlieren die Haferflocken ihre Nährstoffe. Wenn man sie über Nacht einweicht verteilen sich die Nährstoffe in der Mischung und gehen nicht verloren, wenn man sie vorsichtig aufwärmt. Noch besser, sagte sie, wäre es wenn man sie nach dem Einweichen kalt isst. Das wäre vor allem auch für die Verdauung am Besten. Wieder was dazu gelernt. Da ich sie jedoch warm liebe, bleiben wir bei der Einweich-Schonendgaren-Methode. Haferbrei ist ein fester Bestandteil unserer morgendlichen Routine geworden. Wir essen von Montag bis Donnerstag morgens nichts anderes. (Bis auf die Jungs, die mögen das nicht und kriegen worauf sie grade Lust haben (also meistens Brot).) Dazu gibt es stets Süßungsmittel (Ahornsirup, Reissirup, Agavendicksaft oder Zimt und Zucker), etwas gemahlene Vanille oder Rosinen, oder getrocknete Cranberries, oder andere Trockenfrüchte, seltener mal einige gehackte Nüsse oder ein Früchtepüree wie unten abgebildet (einfach Tk-Früchte oder frische Früchte in einen Topf geben, mit etwas Zucker oder Sirup vorsichtig kochen, je nach Menge 1TL – 1EL in Wasser aufgelöste Stärke hinzugeben.). Meist jedoch gibt es zwei Sorgen Obst dazu. Hier noch zwei visuelle Inspirations-Momente für euch:

WP_20140202_06_56_58_Pro Haferbrei mit Früchtepüree 1

Weil wir grade beim Haferflocken-Thema sind, hier gleich noch eine Müsli-Idee:

Schoko-Müsli:

Schoko-Müsli

Ich habe bei uns in der Umgebung noch kein veganes Schoko-Müsli gefunden. Das ist aber auch egal, weil ich in einem meiner verzweifelteren Momente („Mama, ich will jetzt sofort Schoko-Müsli essen, egal ob da Kuhmilch drin ist!“) auf die Idee gekommen bin, meine Backzutaten ins Müsli zu schmeißen. Man nehme also einfach eine Packung Müsli (oder Haferflocken) und vermische diese in einem großen Einweckglas mit veganen Schoko-Tropfen und Schoko-Splittern. Das macht ihr nach Geschmack, wir mögens gern mit mehr Schokolade, darum habe ich 1 1/2 Päckchen Schokotropfen und 1 Packung Schokosplitter für unser Schokomüsli genutzt, also auf etwa 500g Müsli. Man kann das ganze jetzt natürlich noch mit einem bis zwei EL Kakao (ob gesüßt oder ungesüßt muss jeder selbst entscheiden) aufwerten. Lecker! Und vor allem auch ganz praktisch für den kleinen Schoko-Hunger zwischendurch. Pflanzendrink drüber und fertig! (Ob das jetzt preiswerter ist, als normales Müsli weiß ich nicht. Achja, die Schoko-Splitter und -Tropfen von Ruf sind so weit ich weiß vegan.)

Feitags gibt es bei uns immer (ist das Wochenend-Einläutungs-Ritual) Pfannkuchen:

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Da mein Mann diese immer macht und dafür kein Rezept hat (Zitat: „Ein wahrer Koch braucht kein Rezept!“), kann ich nur ungefähre Angaben machen. Er nimmt immer Weizenmehl (er sagt am besten klappts mit weißem Mehl, aber Vollkornmehl geht auch), dann fügt er Haferdrink hinzu bis sich die Masse gut rühren lässt. Nun kann man nach Geschmack noch Zucker (wir nehmen immer wenig Zucker nehmen, da wir die Pfannkuchen sowieso mit süßem Belag essen, also 1 EL vielleicht), gemahlene Vanille oder Zimt hinzufügen. (Wenn man den Zucker weglässt und stattdessen eine Prise Salz hinzufügt, hat man einen tollen deftigen Pfannkuchen, den man ganz prima mit gegarten Champignons befüllen kann.) Dazu gibts dann was das Herz begehrt: Marmelade, Zimt und Zucker, Sirup, Obst, Füchtepürees, heiße Kirchen, veganen Schokobrotaufstrich,…. Fügt man diesem Teig noch mehr Pflanzendrink hinzu, sodass er schon recht flüssig ist (ähnlich wie eine Rührei-Konsistenz, falls sich noch jemand an sowas erinnern kann… ), kann man ganz großartige Crepes machen.  Den Teig Esslöffelweise in die Pfanne geben und ganz dünn in der verstreichen, das geht am Besten mit einem Crepes Teig-Verteiler. (Die sind nicht so teuer, wie man vielleicht denkt.) Beides super Gerichte für Kinder.

Samstags ist immer unser Brot bzw. Brötchen-Tag.

Tofubrot

Mein Mann macht jeden Samstag Tofu-Scramble für uns. Der Kleine löffelts so aus einer Schüssel, der Große löffelt es vom Teller, während er ein Brot mit Magarine und Salz und Pfeffer dazu isst. Mein Mann und ich lieben gebratene Champignons und Tomaten und ab und zu auch eine Tofu-Wurst dazu. Köstlich. Das Rezept habe ich hier schon einmal veröffentlicht.

Tja und wenn uns das alles langweilig wird oder wir mal was Besonderes wollen gibts auch sowas:

Waffeln mit Kirschen Milchreis mit Blaubeeren

Waffeln machen wir nach diesem super genialen Rezept. Die Waffeln kleben nicht an und werden schön weich und fluffig. Für die Kirschen nehme ich ein Glas Schattenmorellen, und gebe sie mit fast dem gesamten Kirschsaft in einen Topf. Etwa eine halbe Tasse des Kirschsaftes stelle ich beiseite. Wenn die Kirschen anfangen zu kochen, verrühre ich 1-2 TL Speisestärke mit dem beiseite gestellten Kirschsaft und gebe dies zu den kochenden Kirschen. Gut verrühren und vom Herd nehmen. Wer noch veganes Vanilleeis hat, der zögere bitte nicht dies zu verwenden.

Für den veganen Milchreis koche ich eine Tasse Milchreis vorsichtig mit zwei Tassen Pflanzendrink auf. Während des Kochvorgangs immer fleißig rühren sonst brennt der Milchreis an. Dann Ahornsirup und Blaubeeren dazu (oder was auch immer ihr sonst gern zu Milchreis esst) und genießen!

So. Wie ihr seht, essen wir nur noch selten Brot, zum Frühstück. Aber wir vermissen nichts. Viele dieser Gerichte essen andere gern als Nachtisch oder zum Mittag. Das muss jeder selbst wissen. Wir haben so viele Gerichte, die wir lieber zum Mittag oder Abendbrot essen, das wir mit dieser Verteilung sehr gut leben können.

Ich wünsche euch viel Spaß, beim Nachkochen und Kreieren eurer eigenen Frühstücksideen!

2 Kommentare zu “Frühstücksoptionen

  1. jetzt muss ich mich doch mal einschalten… 🙂 bei Crepes muss der Teig deutlich flüssiger sein. da kommt dann ganz wenig Zucker rein und ne Prise Salz. Gemahlene Vanille macht sich in jedem Teig gut. Also rein damit.

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