Puderzucker

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Wir verbrauchen sehr viel Puderzucker, weil Kinderhaushalt eben… einfach so auf dem Kuchen, in Form von Zuckerguss und natürlich jetzt in der Adventszeit als Kleber für das Lebkuchenhäuschen.

Da ich mich selbst ja inzwischen als aktiven Teil der Zero Waste Bewegung sehe wollte ich auch im Thema Puderzucker Abhilfe schaffen. Doch woher unverpackten Puderzucker bekommen? Zufällig ist es so, dass eine meiner engeren Freundinnen und ihr Ehemann Bäcker sind und uns angeboten haben, uns an den Backwaren aus ihren Großgebinden zu bedienen. Allerdings wohnen sie einerseits sehr weit weg, andererseits: Andere haben vielleicht auch das Problem und suchen nach einer Lösung.

Verzichten wäre eine Möglichkeit. Allerdings finden die Kinder diese Idee nicht so gut. Ich hatte bereits einmal versucht Puderzucker selber her zu stellen. Der Erfolg war jedoch mäßig.

Ich probierte es nun aus gegebenem Anlass (ich befinde mich grade im Bau unseres Lebkuchenhäuschens und habe dafür bereits zwei Packungen(!!) Puderzucker verwendet) noch einmal. Diesmal kann ich mit dem Ergebnis leben. Aber seht selbst:

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Einfach 200g Zucker (wir nehmen den Rohrzucker, den wir im Unverpackt Laden bekommen) in der Mulinette solange zerkleinern, bis er die gewünschte Form hat. Das dauert je nach Leistungsstärke der Maschine irgendwas zwischen drei bis fünf Minuten.

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Er ist tatsächlich sehr fein geworden. Allerdings schmeckt er etwas anders, malziger würde ich sagen und er sieht auch in Form von Zuckerguss etwas anders aus:

 

Hier in sehr flüssiger Form

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und hier noch einmal etwas fester:

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Zum Vergleichen hier noch einmal der Rest des normalen Zuckerguss:

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Man sieht, er ist definitiv heller… Wie verhält sich der Zuckerguss aus selbstgemachtem Puderzucker nun in der Verarbeitung?

Hier auf dem Stollen:

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Und als Kleber für die Lebkuchenhaus-Naschies:

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Der Guss aus selbstgemachtem Puderzucker ist zwar dunkler und schmeckt etwas malziger (was mich persönlich nicht stört), doch er hat in der Verarbeitung insgesamt die gleichen Eigenschaften wie konventioneller Zuckerguss. Er ist sogar schneller hart geworden und die Naschies sind nicht ständig vom Lebkuchenhaus gerutscht (das ist uns mit dem normalen Zuckerguss immer passiert…).

Ich habe den Zuckerguss mit wenig selbstgemachter Hafermilch verrührt. Ich dachte zuerst, dass dies für die dunkle Farbe ursächlich sein könnte und habe es dann noch mal mit Wasser versucht. Aber es hat sich in der Farbe nichts getan. Also bleibe ich bei Hafermilch. Ich bilde mir ein die Haftung ist dann etwas besser.

Und zum Abschluss: Ja ich habe die Veggie-Bären von Aldi für das Haus verwendet. Und den Lebkuchen habe ich mit Alsan gebacken. Ich weiß, das ist nicht Zero Waste, allerdings ist das ganze Haus auch für die Kinder. Mein Mann und ich essen davon nichts.

Hier seht ihr noch einmal das fertige Haus:

Lebkuchenhaus Kopie

 

3 Kommentare

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