Mürbeteigplätzchen: zero waste, vegan, palmölfrei

Mürbeteigplätzchen

Vor einigen Tagen trieb es mich mitten in der Nacht aus dem Bett und ich konnte nicht wieder einschlafen. Also testete ich endlich mal einen selbst kreierten, margarinefreien (sprich palmölfreien) Mürbeteig aus – das stand schon so lange auf meiner mentalen To-do-Liste… Öl ist relativ einfach verpackungsfrei zu bekommen und oft hat man sogar die Möglichkeit regional hergestelltes Raps- oder Sonnenblumenöl zu erstehen. Margarine dagegen konnte ich bisher noch nicht verpackungsfrei finden, außerdem enthalten die meisten Sorten Palmöl. Die Palmölproduktion ist ethisch und umweltpolitisch nicht tragbar.

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Für ein Blech Mürbeteigplätzchen braucht ihr:

  • 200g Weizenmehl
  • 80g Rohrzucker
  • 1 Prise Salz
  • 80ml geschmacksneutrales Sonnenblumenöl (kein natives)
  • 20 und 40ml Wasser (das Wasser nur nach und nach hinzufügen)
Weizenmehl, Rohrzucker, Salz und Öl gut miteinander vermischen. Dann erst nach und nach das Wasser beim Kneten in den Teig geben. Wenn er sich zu einer Kugel formen lässt, braucht er keine weitere Flüssigkeit mehr.
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Den Teig auf einer Arbeitsfläche ausrollen und die gewünschten Formen ausstechen. Bei 180° Ober- / Unterhitze 10 Minuten backen.
Der Teig fühlt sich anders an als der gewohnte Mürbeteig mit veganer Butter, doch er schmeckt sehr gut und lässt sich auch ganz gut verarbeiten. Bei der Verarbeitung fällt auf, dass der Teig insgesamt etwas zäher ist und an den Rändern beim ausrollen schneller einreißt.
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Ich habe den Teig vorsichtshalber auf einer nicht bemehlten Arbeitsfläche ausgerollt, weil ich mir nicht sicher war, ob er dann doch noch einreißen würde. Ich werde das jedoch im nächsten Backvorgang noch einmal austesten. Unterm Strich bin ich mit dem Ergebnis jedoch sehr zufrieden.
Aus diesem Teig, habe ich dann vier Sorten Plätzchen gemacht:
1. Marzipansternchen: Normaler Mürbeteig mit Guss und kleinen Sternchen aus Marzipan.
  • Für den Guss habe ich selbstgemachten Puderzucker mit einigen Tropfen Orangensaft vermischt. Dann habe ich meinen selbstgemachten Marzipan hervor geholt, eine kleine Kugel davon mit etwas Puderzucker dünn ausgerollt und einige Ministernchen ausgestochen. Die Kekse haben jeder nach dem Backen einen Kleks Zuckerguss und oben drauf ein Marzipansternchen bekommen.
2. Rosinenkekse: Mürbeteigsternchen mit Guss und Rosine
3. Blaubeerkleckschen: Aus dem Mürbeteig Kreise ausstechen und vor dem Backen mit einem kleinen Klecks selbstgemachter Blaubeermarmelade versehen. (Natürlich funktioniert das auch mit jeder anderen Marmelade).
4. Marmorlebkuchenherzchen: den übrig gebliebenen Teig habe ich einfach mit 2TL echtem Kakaopulver und einer Messerspitze Lebkuchengewürz verknetet. Daraus wurde dann dieser wunderhübsch marmorierte Teig. Eigentlich wollte ich ganz dunklen haben, aber diese Variante fand ich sogar noch besser! Also habe ich lauter Herzchen ausgestochen und diese dann mit den Übrigen Keksen zusammen gebacken.
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Eine weitere Kugel Marzipan wurde mit zwei TL echtem Kakaopulver verknetet.
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Anschließend wurden dunkle Marzipansternchen ausgestochen.
Aus 2EL selbstgemachtem Puderzucker, 1 EL Kakaopulver und einigen Tropfen Wasser (nicht zu viel nehmen, sonst wird die Masse zu flüssig) habe ich einen weiteren Zuckerguss hergestellt.
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Dann habe ich jeden Marzipanstern mit einem Klecks des dunklen Zuckerguss auf einem fertigen Marmorherzchen festgeklebt.
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Lauter kleine Marzipansternchen

Nachdem alle Kekse gebacken und verziert waren, sah das Ergebnis dann so aus:
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Viel Spaß beim Nachbacken und Kreieren neuer Variationen!

1 Kommentare

  1. Pingback: Schokomandeltarte (vegan, fast zerowaste, palmölfrei) |

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