Seitan aus Weizenmehl selber machen Teil 2 (zerowaste vegan)

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Im ersten Teil dieses Artikelzweiteilers hat mein Mann ja freundlicherweise unseren Weihnachts-Seitan für uns aus einer unbestimmten Menge Weizenmehl ausgewaschen.

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So geht es nun weiter:

Der Seitan ist fertig ausgewaschen und soll nun gekocht und mit etwas Geschmack versehen werden. Am schnellsten ist er durch gekocht, wenn man ihn in kleine Scheiben schneidet. Aber es geht auch im Ganzen. Zum Kochen verwenden wir:

  • zwei kleine in Ringe geschnittene Zwiebeln
  • eine große Knoblauchzehe
  • eine Tasse Sojasoße
  • mit Wasser aufgießen bis der Seiten bedeckt ist

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Wir haben diese Menge an Seitan eine halbe Stunde gekocht.

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Nun kann der Seitan raus genommen werden. Den Sud bewahre ich immer auf. Er kann für Soßen oder zum Abschmecken anderer Gerichte genutzt werden.

Wir machen am liebsten Seitan in einer knusprigen Kruste, hier ist das Rezept:

Für die Marinade

  • 4 EL Tomatensoße (ich habe zwei Tage vorher für die Kinder Nudeln mit Tomatensoße aus unserem selbstgemachten Tiefkühlvorrat gemacht und davon gleich 4 EL Tomatensoße abgenommen und für dieses Rezept im Kühlschrank aufbewahrt)
  • 5 EL Sojasoße
  • 4 EL Ahornsirup
  • den Saft einer frisch gepressten Orange
  • zwei in Scheiben geschnittene Knoblauchzehen
  • eine Handvoll frische klein gehackte Petersilie
Die Zutaten mische ich in einem großen Behälter zusammen, in den alle Seitan-Stücke hineinpassen.

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Nun werden alle Seitan-Stücke in die Schüssel geschichtet. Dabei darauf achten, dass alle Teile einmal mit der Marinade bedeckt wurden. Jetzt muss der Seitan eine Zeit lang in der Marinade ziehen. Man sagt ja immer mindestens zwei Stunden, aber mir schmeckt es am Besten wenn er über Nacht ziehen konnte oder mindestens vier Stunden. Zwischen durch gehe ich immer wieder mal an den Küchlschrank, schichte alles um und verteile noch einmal auf alle Stücke Marinade.

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Für das Ausbacken stelle ich eine Panade aus

  • 7EL Mehl
  • 4-5 EL gemahlenen Haselnüssen und
  • 1/2 TL Salz
her. Ich hatte keine gemahlenen Haselnüsse mehr da. Also habe ich meine Mulinette kurz angeschmissen und welche klein gemahlen.
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Mehl, gemahle Haselnüsse und Salz mit einer Gabel gut miteinander vermischen. Nun kann ausreichend Öl in einer Pfanne (der Boden sollte vollständig bedeckt sein) auf mittlerer Hitze langsam erhitzt werden. Die Seitanstücke schneide ich nun noch etwas kleiner und wälze sie von allen Seitan in der Panade. Auch die Marinade bewahre ich auf.
Den Seitan nun in der Pfanne nach und nach ausbacken. Pro Seite braucht es etwa vier Minuten für eine schöne Bräunung. Nicht zu lange drin lassen, die gemahlenen Haselnüsse verbrennen sonst schnell. Gegebenenfalls ruhig den Herd weiter runter schalten. Ich habe leider vergessen das Braten zu fotografieren. So sieht das Ergebnis aus:
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Der Seitan ist super angekommen. Ich konnte einen meiner omnivoren Neffen beim Weihnachtsessen „Seitan ist ja voll lecker!“ rufen hören. Juhu!
Einen Tag später haben wir eine Restepfanne aus Reis, Kroketten und unterschiedlichen Gemüsesorten gemacht. Für meinen Mann und mich habe ich aus der aufbewahrten Marinade, zwei Tomaten und einem Rest Chinakohl eine leckere Soße dazu gemacht:
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Den Sud habe ich im Abendessen verarbeitet.
Gutes Gelingen beim Nachkochen!

1 Kommentare

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