Schokomandeltarte (vegan, fast zerowaste, palmölfrei)

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Heute gibt es mal wieder einen Kuchen. Ich hatte ihn für den Geburtstag unseres Kleinen gemacht. Übrigens habe ich für Shia vom Blog wastelandrebel.com einen Gastbeitrag über unseren zerowaste-Alltag geschrieben. Schaut doch mal vorbei wenn es euch interessiert.

Aber kommen wir nun zur Tarte:

Der Teig war schon etwas anspruchsvoller. Ich hatte als Grundlage das Rezept für meine Adventsplätzchen genommen, der ja ohne weitere Bindemittel auskam. Doch dieser Teig wollte einfach nicht halten. Vermutlich wegen der gemahlenen Mandeln. Ich hatte allerdings keine Bindemittel mehr da und da ich mal wieder mitten in der Nacht in der Küche stand, und bei uns ja auch alles unverpackt sein muss, konnte ich nicht mal eben schnell noch los düsen und irgendwas organisieren. Also versuchte ich es mit einer Mischung aus 2EL Mehl und 50ml Wasser. Ich musste dann zwar noch die Zuckermenge wieder anpassen, aber es hat wunderbar geklappt.

Die Grundlage dieser Tarte bildet ein schöner Mandel-Mürbeteig, dieser wird bestrichen mit einer Schicht aus geschmolzener Schokolade und abgerundet wird die Tarte durch eine Schicht aus einer Schoko-Butter-Creme (palmölfrei!) mit Schokosplittern (ja gut, dass sind jetzt verpackte Altlasten, sollte ich die Tarte zukünftig noch mal machen und keine Splitter mehr haben, würde ich unverpackte vegane Schokolade kaufen und diese dann hacken und drüber streuen oder schmelzen und damit ein Muster auf den Kuchen malen…). Die Schoko-Butter-Creme habe ich aus Puddingpulver, Kakao, Öl und Hafermilch gemacht. Die Mischung aus Puddingpulver und Hafermilch hat eine wirklich feste Konsistenz erschaffen. (Hafermilch dickt beim Aufkochen ein.) Warum ich ausgerechnet mit Puddingpulver gearbeitet habe? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung ob ich Puddingpulver unverpackt bekomme, aber ich hatte vor acht Monaten mal eine riesige Packung Vanillepudding gekauft, vollkommen in Pappe verpackt ohne jegliche Plastikverpackung, und die ist immer noch nicht leer. Und da konventionelle Maisstärke ja in verhältnismäßig „normalen“ plastikfreien Verpackungen verkauft wird (für den Fall, dass ich diese spezielle Packung Puddingpulver nicht mehr finden sollte…), fand ich, dies ist annehmbarer Kompromiss ;).

Die Zutaten reichen für eine 28-cm-Tarteform.

Mandel-Mürbeteig:

  • 100g gemahlene Mandeln (einfach normale Mandeln unverpackt kaufen und dann selber in der Küchenmaschine klein malen)
  • 100g Mehl
  • 90g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2EL Mehl gut vermischt mit 50ml Wasser
  • 180ml 20-40ml Wasser
  • 50ml Öl
Edit (14.03.2016): Eine liebe Leserin hat mich auf einen Fehler im Rezept hin gewiesen. Der Teig wird viel zu flüssig! Ich habe den Boden jetzt noch einmal nachgebacken und muss folgende Änderungen nachreichen: Alle Zutaten bis auf das Wasser gut miteinander verkneten vermischen.  Das Wasser vorsichtig hinzufügen. Die Mehl-Wasser-Mischung und das Öl haben bei mir nicht ganz für die gewünschte Konsistenz gereicht. Die vorerst angegebenen 180ml sind jedoch auf jeden Fall zu viel. Bei 50ml Wasser wurde der Teig ein wenig klebrig, aber er ließ sich noch gut verarbeiten. Darum habe ich die Wassermenge jetzt auf 20-40ml korrigiert, wie beim Mürbeteig-Rezept. Es soll auf jeden Fall ein gut mit der Hand zu verarbeitender Teig entstehen. Diese Fotos habe ich heute beim Nachbacken geschossen:
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Erst die Mehl-Wasser-Mischung herstellen aus 2EL Mehl und …

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50ml Wasser.

 

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Diese Mischung aus Mehl und Wasser ergibt einen schönen Kleber, der den Teig super zusammen hält.

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Hier sind die abgewogene Menge gem. Mandeln, Mehl, Zucker und zusätzlich der Mehl-Kleber aus Mehl und Wasser, sowie 50ml Öl.

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50ml Öl

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Und hier habe ich 50ml Wasser hinzufügt.

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So sah der Teig dann aus. Etwas klebrig, aber er ließ sich ganz gut verarbeiten. Also je nachdem wie flüssig der Mehl-Kleber ist, am besten vorsichtig mit der Zugabe des Wassers sein.

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Und hier ist der Teig nochmal im verteilten Zustand.

Woher dieser grobe Schnitzer bei der Wasserangabe stammt? Keine Ahnung. Ich vermute es ist schlicht und ergreifend ein Tipp-Fehler gewesen. Das Rezept basierte ja, wie oben bereits erwähnt auf meinem Mürbeteig Rezept für Weihnachtsplätzchen, dort habe ich diese großen Mengen an Flüssigkeit auch nicht gebraucht.

An alle, die dieses Rezept bereits versucht haben nach zu backen und wegen meines Tipp-Fehlers erfolglos waren: Es tut mir echt super leid! :(

Edit Ende!
Ich mache das am liebsten mit der Hand. Das geht einfach am schnellsten. Dann die Tarteform mit Öl bepinseln und den Teig mit den Händen darauf verteilen. Den Mandel-Mürbeteig 15 Minuten bei 180°C Umluft backen.
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Schokoladenschicht:
  • 100g Zartbitterschokolade
Wer keine Zartbitterschokolade unverpackt bekommt, kann diesen Schritt natürlich auch auslassen. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen und im Anschluss direkt auf dem fertigen Boden verteilen. Den Boden mit der Schokolade nun erst mal für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen. Für die folgende Cremeschicht muss die Schokolade ganz fest sein.
 Schokocreme:
  • 500ml (selbstgemachte) Hafermilch
  • 1 1/2 bis 2 gehäufte EL (Vanille-)Puddingpulver (reine Maisstärke sollte hier auch ihren Dienst tun)
  • 2 EL Zucker
  • 2 EL Kakaopulver
  • 60ml Öl

Etwa eine Tasse der Hafermilch beiseite stellen. Den Rest in einem kleinen Topf aufkochen.

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In die beiseite gestellte Hafermilch Puddingpulver (oder Stärke), Zucker, Kakao und Öl einrühren. Wenn die Hafermilch aufkocht den Topf vom Herd nehmen und die gut mit einander verührten übrigen Zutaten schnell mit einem Besen unter heben.

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Die Masse sollte ziemlich schnell sehr cremig werden. Sofort auf den auf den abgekühlten Boden geben und glatt streichen. Streusel drüber geben und die Tarte umgehend zurück in den Kühlschrank stellen.

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Achja, geschmeckt hat die Tarte übrigens auch ;).

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5 Kommentare

  1. hallo Ilka, der Teig ist bei mir total fluessig geworden: 180ml Wasser + 50ml Wasser + 50ml Oel zu 100g gem. Mandeln u 100g Mehl u 2EL Mehl. Da konnte ich nichts kneten, nur ruehren. Was habe ich falsch gemacht???

    • Hi Chris,
      ich habe das Rezept entsprechend korrigiert. Es tut mir total leid, dass du solch einen Ärger mit dem Teig hattest! Du hast gar nichts falsch gemacht, ich habe mich in der Flüssigkeitsangabe vertippt. Viel zu viel Wasser! Ich habe den Boden heute noch einmal nach gebacken und selbst mir ist er mit nur 50ml Wasser etwas zu klebrig geworden. Aber er ließ sich verarbeiten. Also erst die Mehl-Wasser-Mischung und das Öl zufügen und dann vorsichtig Wasser zugeben. Vielleicht reichen bei dir schon 20ml aus…

      Vielen vielen Dank, dass du mich darauf hin gewiesen hast! :)

      Ganz liebe Grüße, Ilka

  2. Hm, das sieht verdammt lecker aus. Ich werde die Tarte gleich bei meinem nahendem Geburtstag ausprobieren. Meinst du, das geht auch mit Mandelmilch? Oder würde das nicht eindicken trotz der Stärke? LG

    • Freut mich! :) Also bei der gekauften Mandelmilch von alpro, weiß ich, dass es klappt. Mit der haben wir vor unserer zerowaste-Zeit immer Pudding für die Kinder gemacht. Mit selbstgemachter Mandelmilch habe ich es noch nie ausprobiert, weil ich bisher noch keine gemacht habe. Dazu kann ich also nichts sagen.
      Ich wünsche dir gutes Gelingen!

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