Kochen im Wochenturnus: Vegan, zerowaste, familientauglich!

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Diesen Artikel wollte ich schon viel früher schreiben, aber unsere zerowaste-Koch-Routine funktioniert erst seit gut eineinhalb Monaten. Manchmal läuft es auch einfach nicht so wie es soll: Kinder sind unberechenbar! Was sie heute mit Begeisterung essen, verschmähen sie morgen aus heiterem Himmel. 😀

Wir haben lange gebraucht um diesen Rhythmus zu entwickeln. Ich musste erst einmal heraus finden, welche der Lieblingsgerichte meiner Kinder zerowaste umzusetzen waren. Nach langem hin und her habe ich nun für vier Wochentage einige routinierte Gerichte, die ich abwechseln kann. Zusätzliche Variationen bringe ich dann durch die Beilagen ein.

Da Donnerstag unser Einkaufstag ist und ich deshalb donnerstags meist nicht nach Plan koche, weil ich nicht so viel Zeit habe, beginne ich den Wochenplan einfach mal bei Freitag.

Freitag

Freitag ist zu unserem Suppentag geworden. Unser Großer liebt Suppen, der Kleine liebt Suppen wenn ihm grade danach ist 😀 . Außer Gemüsesuppe koche ich fast nur cremige Suppen. Eigentlich mag meine Familie lieber Eintöpfe in denen man sieht was drin ist.

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Aber genau deshalb wird inzwischen fast alles durch püriert. Wenn der Kleine sieht das was Grünes oder Zwiebeln in der Suppe schwimmen, steht er kommentarlos vom Tisch auf und kommt nicht mehr zurück. Am beliebtesten sind bei uns: Gemüsesuppe, Nudelsuppe (mit Mienudeln – haben wir aber lange nicht mehr gekocht, weil ich Mie natürlich nicht unverpackt bekomme, vielleicht mache ich mal welche selber…), Blumenkohl-Creme-Suppe, Lauch-Creme-Suppe, Spargelsuppe, Brokkoli-Creme-Suppe, Kartoffelsuppe und Kürbis-Creme-Suppe (zumindest wurde die Kürbissuppe ca. dreimal zu vollster Zufriedenheit vertilgt, bis sie von den Kindern für vollkommen bescheuert und doof erklärt worden ist… da steckt man einfach nicht drin….).

Für alle Suppen benutze ich als Basis einige Kartoffeln, ich würde sagen etwa 300-400g für vier Personen.

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Kürbis-Creme-Suppe in der Entstehungsphase!

 

Und meist sind in den Creme-Suppen versteckt auch noch ein bis zwei Zwiebeln, hin und wieder Knoblauch, Sellerie, Stangensellerie, Lauch und wenn ich rechtzeitig Hülsenfrüchte weich gekocht habe, dann auch noch davon eine halbe bis eine Tasse. Je nach dem wie stark der Geschmack hervorsticht.

Ach ja zum Frühstück haben wir freitags immer Pfannkuchen, Apfelkuchen oder Blaubeerpfannkuchen. Oder Crepes. Es bleiben meist einige Pfannkuchen übrig, die sich die Kinder zwischendurch gerne mit Zimt und Zucker oder Marmelade zusammen rollen. Leider gibt es keine Pfannkuchen wenn mein Mann freitags nach Kiel muss. Er ist unser Pfannkuchenbäcker und leider muss er gen Kiel eine ganze Stunde früher aufbrechen. Da fällt die Pfannkuchenorgie dann leider aus…

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Samstag

Samstags gibt es morgens Tofuscramble mit frischen Brötchen, gedünsteten Champinions, frischem klein geschnittenen Gemüse wie Tomaten, Gurken, Karotten, Kohlrabi, Zwiebeln… und natürlich gibt es auch den Klassiker: Marmelade. Und wenn noch selbstgemachter Aufstrich da ist, kommt der auch auf den Tisch.

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Zum Mittag essen wir ein schnelles Reisgericht. Die absoluten Favoriten bei uns sind Pilzrisotto, Kartoffel- und Karottenrisotto oder eine schnelle Reispfanne (wenn es Reispfanne gibt, kochen wir den Reis meist schon während des Frühstücks fertig, da wir den ganzen Vormittag draußen sind, erleichtert uns dieser Schritt das Kochen.)

Und wenn mein Mann noch große Lust hat macht er uns samstags abends noch eine Pizza. Pizza gibt es nur wenn mein Mann sie macht, weil er den besten Pizzateig der ganzen Welt macht! :) (Genauso wie mit den Pfannkuchen. :) )

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Sonntag

Sonntags morgens essen wir Reste von Samstag.

Mittags koche ich eine riesige Portion unseres veganen Pendants zu einem „guten, deutschen Sonntagsessen“. Es gibt einen ganz großen Topf voll Kartoffeln, mindestens zwei Sorten gekochtes Gemüse, eine weiße Soße und eine große Portion Frikadellen aus Linsen oder Bohnen und einer Getreidesorte (meist Reis, weil der am schnellsten gekocht ist und andererseits oft noch gekochter Reis von Samstag übrig ist). Hiervon essen die Kinder dann meist bis abends. Sie stehen wirklich total da drauf und jedes Mal wenn sie wieder Hunger haben heißt es: „Ich will Kartoffeln mit Soße!“ 😀

Abends essen wir diverse Reste oder kochen uns Reis oder Couscous auf. Oder wir essen Brot.

Außerdem breite ich sonntags abends für meinen Mann und mich das Mittagessen für Montag vor. Das besteht aus aus einer Sorte Hülsenfrüchte (ich nehme hierfür meistens Linsen, weil sie schneller fertig sind als Bohnen), einer Sorte Getreide und Salatgemüse. Am Ende sieht es aus wie irgendwas zwischen Tabbouleh und Reissalat. 😉

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Montag

Unter der Woche haben wir keine richtige Frühstücksroutine. Die Kinder essen worauf sie so früh morgens Hunger haben. Also meistens Brot oder Brötchen mit Avocado oder Brot mit Margarine, Salz, Pfeffer und Zwiebelscheiben (unser Großer ist ein Fan von rohen Zwiebelscheiben…keine Ahnung wie das passiert ist 😀 ), Marmeladenbrote… Hin und wieder werden wir überrascht von solch außergewöhnlichen Wünschen wie frischer Hafer- oder Hirsebrei. Selten, aber kommt vor. Dazu gibt es meist Rohkost wie Apfelschnitze, Mandarinen, Orangen, Melone (im Sommer), Gurken- oder Tomatenscheiben, Kohlrabi etc. und auf Hafer- oder Hirsebrei gibt es Ahornsirup, Zucker oder Zimt und neben Obst noch Trockenfrüchte (Rosinen, Cranberries, Datteln…). Mein Mann frühstückt nicht so gern und ich habe, wenn ich hunger habe gerne Smoothies, Smoothiebowls, Haferbrei oder einfach Brot mit irgendwas. Und Kaffe 😉

Mittags gibt es dann Bratkartoffeln aus den Kartoffelresten vom Vortag.

Abends haben wir unter der Woche ebenfalls keine Routine. Die Kinder suchen sich was aus den verbliebenen Resten aus oder essen so wie zum Frühstück.

Dienstag

Dienstags sind die Wochenendreste meist aufgebraucht. Wir hatten als Faustregel fest gelegt, dass wir, nachdem die Reste aufgebraucht sind grundsätzlich Pasta essen. Damit Abwechslung in den Speiseplan kommt. Ich wechsle wöchentlich zwischen Pesto und Tomatensoße. Wir haben drei Pestos, die wir gerne essen. Eins davon hatte ich grade vorgestellt. (Die anderen werden folgen 😉 ). Ich versuche meist bis zum Pasta-Tag die Bohnen- bzw. Linsenpatties vom Sonntag aufzubewahren. Wenn ich Dienstags noch welche habe schneide ich sie klein und brate sie den Kindern als Beilage zur Pasta an.

Mittwochs und donnerstags habe ich keine festen Rezepte, erst sind mir nicht so die Ideen gekommen und dann ergab es sich, dass der Kleine mittwochs und donnerstags im KiGa Mittag ist, da bleiben dann nur noch der Große und ich. Oft sind am Mittwoch noch Pasta-Reste da, die gern in Form von Nudelpfannen angenommen werden. Es bietet sich hierfür immer an einige Karotten, zusätzlich Zwiebeln, Frühlingszwiebeln oder weißes Bohnenmus im Haus zu haben. Die kann man dann ganz geschickt unterrühren und so tun, als sei es das Normalste auf der Welt 😉 . Kartoffeln in jeglicher Form sind ebenfalls ein Dauerrenner – morgens, mittags, abends. Pellkartoffeln mit Ketchup, Margarine und Salz sind super schnell gemacht.

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Das ist mein absoluter Donnerstags-Favorit: Gemüsepfannkuchen. Leider mögens die Kinder nicht… Hach wie schade. Wird darum sehr selten gekocht…

 

Außerdem:

Unsere Kinder lieben Soja-Produkte. Leider können wir diese nicht verpackungsfrei kaufen. Momentan halten wir es so, dass wir einmal im Monat im Supermarkt einkaufen gehen. Dort kaufen wir zwei große Kisten Saft in Pfandflaschen und einige Ersatzprodukte für die Kiddies. Sie mögen gerne Ersatz-Aufschnitt, Sojajoghurt, vegane Leberwurst und hin und wieder veganen Käse. Es wäre natürlich großartig wenn es Produkte aus Pflanzenmilch zukünftig auch in Pfandflaschen geben würde und wenn wir Ersatzprodukte auch ohne Verpackung kaufen könnten. Ich gebe die Hoffnung noch nicht auf, vielleicht passiert das ja tatsächlich noch… Andererseits finde ich es auch in Ordnung, dass der Konsum der Ersatzprodukte sich dadurch in Grenzen hält, da veganes Fastfood zwar geringfügig gesünder ist als normales Fastfood, aber richtig gesund ist es natürlich auch nicht. Aber so für zwischendurch ist es für mich ok.

Ich bereite viel von unserem Essen vor: Also ich schäle Kartoffeln während des Frühstücks, schneide schon mal nach dem Aufstehen Gemüse klein etc. Inzwischen kann ich ganz gut überschauen was wie lange dauert und wann sich in meinem Tagesablauf Zeit-Fenster bieten, das zu erledigen. Andererseits kaufe ich auch hin und wieder auf dem Markt schon Gemüse, das direkt kochbereit ist. Es ist zwar selten, dass sie so etwas anbieten, aber wenn, dann nehme ich diese Angebote an. Außerdem bewahre ich grundsätzlich alle Brotreste im Kühlschrank auf. Unsere Kinder sind absolute Brotrindenverweigerer. Kann man blöd finden. Ich habe es aufgegeben, die Kinder davon zu überzeugen, dass grade die Rinde am Brot doch so besonders satt macht. Wenn ich sie dran lasse nagen sie daran rum und lassen sie liegen. Dann habe ich angesabberte Rinde mit unterschiedlichen Aufstrichen daran kleben. Also schneiden wir die Rinde inzwischen grundsätzlich ab. Wenn ich sie ihnen als Croutons präsentiere, werden sie ohne weitere Zwischenfälle mit absoluter Begeisterung gegessen. Genauso schmeiße ich auch keine Pommes aus dem Imbiss mehr weg. Ja sie schmecken meist schon nach zwei Stunden nicht mehr. Aber man kann sie noch einmal zusammen mit Brotrinden oder klein geschnittenen Frikadellen-Resten in Öl anbraten und über die Suppe geben. Das ist durchaus sehr schmackhaft und bei meinen Kindern beliebt.

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Dass ich mir eben sonntags Zeit für Vorbereitungen nehme, zahlt sich meist bis in den Dienstag aus. Genauso ist es auch mit unser „Freitagssuppe“, die essen wir oft auch noch samstags zum Risotto oder abends mit Brot. Samstags sind wir auch hin und wieder in einer der umliegenden Städte unterwegs. An diesen Samstagen essen wir gerne außerhalb. Die Reste nehmen wir grundsätzlich mit (natürlich in mit gebrachten Behältern), das wird dann unser Abendbrot.

Außerdem backe ich viel Kuchen. Vor allem für die Kinder. So kann ich den Verzicht auf die Naschies aus dem Supermarkt ganz gut ausgleichen. Allerdings gehen wir so vor, dass wir ihre Wünsche nach verpacktem Süß- und Knabberkram trotzdem hin und wieder erfüllen. Bisher geht diese Strategie ganz gut auf.

 

Um Süßigkeiten zu ersetzen machen wir auch hin und wieder Nicecream und ab und zu haben die Kinder auch Lust auf Smoothies oder Bananenmilch (also selbst gemachte Bananenmilch).

Am einfachsten geht man wohl vor, wenn man die vorhandenen Routinen, falls man welche hat, unter die Lupe nimmt und überlegt was man miteinander verknüpfen kann.

So sieht es derzeitig bei uns aus. Im Moment verbrauchen wir viel Öl und Margarine. Ich finde beides nicht in Ordnung, aber ich gehe hier im Familientempo vor. Mein Mann und ich essen öfter fettarm. Wir hoffen natürlich, dass die Kinder es uns bald nach tun, aber ich bin sicher, dass sie für diesen Schritt wirklich sehr lange brauchen werden. (Was natürlich ok ist 😉 .)

6 Kommentare

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  3. Hi Ilka,
    wow, Hut ab, wie frisch und vollwertig (UND zero waste) du für deine Familie kochst! Ich bin auch eine vegan und möglichst vollwertig kochende Mama von zwei kleinen Kindern, zero waste ist bei uns noch in den Anfängen, und habe trotzdem schon alle Hände voll zu tun mit den Mahlzeiten. Ich versuche immer mehr von Tiefkühlgemüse wegzukommen und solche Sachen wie Tortellini nur selten und nur „im Notfall“ auf den Tisch zu bringen.
    Und, dass du sogar regelmäßig Burgerpatties machst, ich bin beeindruckt. Stehst du da nicht den ganzen Vormittag in der Küche? Wenn ich so viele verschiedene Komponenten koche, dann sieht die Küche auch hinterher aus wie ein Schlachtfeld. Dabei bin ich ja schon, verglichen mit den allermeisten Mamas, echt eine aufwändig kochende. Weil es eben jeden Tag selbst gekochtes gibt. Das ist in vielen Familien nicht selbstverständlich habe ich gemerkt.
    Ich mache oft morgens eine große Portion Haferbrei mit TK-Himbeeren, hier ein Dauerbrenner, und fülle dann direkt heiß was davon in kleine Gläser. So habe ich dann immer einen vollwertigen, günstigen und sättigenden Nachmittagssnack dabei, fernab von Hirsebällchen und Knabbereulen. Meine Kinder sind aber auch noch nicht in einem Alter, wo sie es uncool finden, von Mama mitgebrachten Haferbrei aus Schraubgläsern zu essen XD
    Noch lustiger ist es, wenn sie unterwegs grünen Smoothie aus so einem Gläschen trinken, da ernten wir echt manchmal solche Blicke. Dabei ist zumindest das gar nicht kompliziert oder aufwändig.
    Eine Frage habe ich noch: kriegen deine KInder irgendwas mit Omega3-Fettsäuren? Denn zumindest auf dem Blog hier habe ich immer nur Sonnenblumenöl als Öl gelesen, oder irre ich mich da? Ich gebe meinen ab und zu den Inhalt einer Opti3-Kapsel, ist halt megaviel Plastik. Außerdem versuche ich auf Sonnenblumenöl nur selten zurück zu greifen, aus dem gleichen Grund.

    Viele Grüße aus dem Süden,
    Annette

    • Hi Anette,
      wenn wir groß – oder sagen wir mal eher – normal gekocht haben sieht unsere Küche in der Tat auch aus wie ein Schlachtfeld :D. Einige Dinge dauern lange, einige gehen schneller, am einfachsten fand ich es, diese Tatsache zu akzeptieren. Wie gesagt, einiges erledige ich einfach gleich morgens. Manchmal stehe ich sonntags auf und mein Mann kümmert sich ums Frühstück und ich schäle schon mal die Kartoffeln fürs Mittagessen. Wenn ich allerdings weiß, dass ich sowieso Kartoffeln schälen muss, dann versuche ich diese mit irgendwas zu kombinieren, was nicht so aufwendig zuzubereiten ist. Z. B. Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi gedünsteter Kohl usw. Nicht unbedingt noch ein Kilo Karotten dazu, sowas dauert dann natürlich lange. Obwohl, klar, wir essen auch Karotten und Kartoffeln zusammen, aber dann halt nur vier oder fünf Stück. Da hält sich der Aufwand dann im Rahmen.
      Ich kann deine Aussage durchaus bestätigen: Bei uns wird mehr gekocht, als in den meisten Haushalten, die ich von anderen Eltern in meinem Bekanntenkreis kenne.
      Die Idee mit dem Haferbrei in Gläsern finde ich total super! Das werde ich morgen auch gleich mal machen. Ich finde es ganz toll, dass deine Kinder grüne Smoothies trinken! Meine mögen kein Grünzeug im Smoothie :D. Ja, Blicke ernten wir auch ständig. Aber naja. Gehört wohl dazu…
      Du hast mich ertappt, ich achte nicht speziell auf Omega3-Fettsäuren. Ich achte mehr darauf ein gesamtes Konzept zu haben. In unsere Patties kommen fast immer Sesam und Leinsamen hinein, wir braten hauptsächlich mit Rapsöl und hin und wieder mit Sonnenblumenöl. (Ich habe irgendwann nicht mehr geschrieben welches Öl wir nehmen, weil ich niemanden in seiner Auswahl einschränken will. Wir nehmen Rapsöl, weil man damit braten und backen kann, und weil man es in einer Glasflasche bekommen kann.) Außerdem verdrücken die Kinder jede Woche fünf Avocados und nebenher versetze ich die Kuchen mit Haselnüssen, Walnüssen und Mandeln. Zum Knabbern bekommen sie Erdnüsse und geröstete Pistazien. Das alles sind Omega3-Quellen soweit ich weiß. Manche mehr, manche weniger. Dann kommen immer noch all die Getreide- und Hülsenfrüchte hinzu, die wir essen, in denen in geringen Mengen auch Omega3-Fettsäuren enthalten sein sollen. Ich versuche mich auf dunkle Hülsenfrüchte zu konzentrieren, ich meine dass vor allem in dunklen Bohnen viele Omega3-Fettsäuren enthalten sein sollen. Achja und in Kürbis glaube ich auch. Und natürlich die Sojaprodukte.
      Der Spruch, den ich beim Einkaufen und kochen immer im Hinterkopf habe ist: „Eat a rainbow“. Und außerdem kaufe ich eben so gut es geht regional und saisonal. Außerdem lasse ich die Kinder, wenn sie beim Einkaufen dabei sind, aussuchen was sie an Obst haben möchten.
      Ich kann dir nicht sagen, ob ich damit den täglichen Bedarf für alle vier komplett abdecke. Dazu kommt ja auch die Schwierigkeit, dass Kinder auch gerne einfach mal ne Mahlzeit ausfallen lassen… Jetzt wo du mich drauf angesprochen hast, denke ich stark darüber nach. Mit Sicherheit lässt sich da täglich noch was einbinden um sicher zu gehen.

      Das hier konnte ich auf die Schnelle finden:

      http://www.pcrm.org/solr/omega%203%20
      http://www.pcrm.org/health/healthy-school-lunches/healthy-school-lunch-menu

      Der erste Link beschäftigt sich mit dem Thema allgemein, der zweite hat Lunchideen für Kinder. Beides englisch. Und supergut sind auch die Ernährungsregeln von provegan: http://www.provegan.info/de/die-7-hauptregeln-der-gesunden-veganen-ernaehrung/

      Wenn ihr mit den Kapseln gut klar kommt ist das doch völlig ok. Vegan und zerowaste mit einer ganzen Familie hin zu bekommen ist echt ein Spagat und da läuft auch bei uns noch vieles nicht ganz rund.

      Vielleicht findest du dort noch Anregungen.

      Ganz liebe Grüße, Ilka

  4. Super interessant!! Das ist ja schon immer unsere größte Baustelle gewesen, weil sowohl mein Mann als auch ich nicht gerne kochen… Ich glaube nicht, dass ich jemals im Leben eine richtige Koch-Routine hatte, jetzt, wo ich darüber nachdenke… Ich war ja auch einem Internat (zu Hause musste ich von klein auf beim Kochen helfen, und meine Mutter hat sehr darauf geachtet, mir das alles beizubringen) und im Studium hab ich ziemlich direkt meinen jetzt-Mann kennengelernt und, ähm, ja, ich glaube, wir haben beide zusammen eher dafür gesorgt, dass wir NOCH weniger gekocht haben als vorher allein!
    Wir haben aber seit einigen Wochen nun sonntags Suppentag. Das ist so unser erster Schritt zu einer Routine. Essenspläne haben wir auch einige Wochen am Anfang unserer Zero Waste Umstellung probiert, und das klappte anfangs auch einigermaßen gut, aber es war zu aufwendig und irgendwann schleifte das einmal und alles fiel auseinander… Vor allem war es immer etwas schwierig, die Reste gut aufzubrauchen.
    Unseren Suppentag wollen wir noch ausweiten – ich hoffe, irgendwann ist das dann wie bei euch :)! Viele relativ feste Sachen, und dann aber auch Luft, um z.B. Reste aufzuessen oder einfach ganz unaufwendig mal zu Brot und Haferflocken zu greifen.
    Es gefällt mir richtig gut, wie ihr das macht :)! Wird bei uns bestimmt noch etwas dauern, aber ich denke, wenn wir einfach am Ball bleiben und uns nicht durch unsere andauernden Fehltritte entmutigen lassen, werden wir irgendwann auch ankommen :). Ich finde es nicht schlimm, wenn wir etwas länger brauchen – Hauptsache, wir kommen irgendwann an!!

    • Hi Shia!
      Danke für dein Lob! Ich hoffe, dass ich hiermit irgendjemandem helfen konnte. Bei uns ist es echt so lange so chaotisch gelaufen: uns sind ständig die Lebensmittel im Kühlschrank schlecht geworden! Und das meiste, was wir im Supermarkt für die Kinder gekauft haben, haben sie gar nicht so gerne gegessen. Vielleicht wollten sie den Kram auch einfach wegen des Gruppenzwangs oder oder wegen der leuchtenden, lockenden Verpackung. Keine Ahnung. Es ist immer soviel von allem übrig gewesen. Wir haben so einen großen Kühlschrank – und nie ist darin Platz gewesen… Furchtbar. Endlich wird alles aufgegessen 😀
      Ja, der Sonntag war bei uns tatsächlich auch der allererste Routine-Tag, den wir entwickelt hatten. Schon vor Jahren. Dann kam der Suppentag am Freitag dazu, weil die Kinder den noch von ihrer ehemaligen Tagesmutter kannten. Und weil sie halt total auf Suppe stehen. Und das wir samstags Reis essen, kam nur weil ich einen sinnvollen Lückenfüller zwischen Freitag und Sonntag brauchte. Manchmal brauchen wir den Reis gar nicht. Das Frühstück ist bei uns samstags immer sehr mächtig, da wir später essen und nachmittags essen wir eben oft auch außerhalb. Aber wenn er trotzdem gekocht ist, ist es nicht so schlimm, weil ich sonntags sowieso Getreide für meine Frikadellen brauche. Das klappt so super, ich bin so froh… 😀
      Ich drück euch die Daumen für eure Routine! Aber am Ende ist das ja auch nicht soo super wichtig. Die Hauptsache ist ja, dass nichts mehr verschwendet wird. Und wenn ihr das auch anders erreichen könnt, ist das ja auch super!

      Ganz liebe Grüße, Ilka

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