Unsere Ausstattung

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Verpackungsfrei zu leben setzt voraus, das wir genügend alternative Beförderungs- und Aufbewahrungsbehältnisse haben um Einkäufe (und auch andere Dinge) direkt transportieren oder aufbewahren zu können. Wir greifen inzwischen auf eine größere Menge an Edelstahlflaschen, (Bügel-)Gläsern und Edelstahl – Brot – dosen zurück.

Im Einzelnen wie folgt:

Jedes Kind hat eine Edelstahlflasche mit BPA-freiem Sportscap. Die ist dann zwar aus Plastik, aber ein anderer Verschluss macht in diesem Alter keinen Sinn. Sie bekommen die normalen Verschlüsse noch nicht richtig zu gedreht, geschweige denn sie wieder aufzubekommen wenn sie erstmal richtig zu sind…

Mein Mann und ich haben ebenfalls jeder eine Edelstahlflasche. Zugegeben für meine Musiktage wirklich gut zu gebrauchen und vor allem dieser ganz große Vorteil: Wasser kann man immer und überall nachfüllen! (Wenn es mal nicht so sein sollte, habe ich noch vier Bügelglasflaschen, die wir hin und wieder vorsichtshalber bereits vor dem Aufbruch zu großen Abenteuern zu Hause abfüllen und dann mitnehmen. Meist reicht es wenn wir eine oder zwei davon dann direkt mitnehmen (also auf die Wandertour) und die übrigen dann im Auto lassen.) Mein Mann hatte sich noch lange dagegen geweigert, sich eine solche Flasche zu kaufen, doch am Ende hat er dann eingesehen, dass vor allem bei Ganztagesausflügen einfach jeder eine solche Flasche braucht. Meine hat einen Edelstahldeckel mit Bambusbeschichtung oben drauf, mein Mann hat sich für eine mit schwarzem BPA-freiem Plastikdeckel entschieden.

Beide Jungs haben eine Edelstahlbrotdose und sind glücklich damit. Die normal großen Lunchbots reichen bisher für ihre Bedürfnisse.

Mein Mann nimmt sich sein Essen in allem mit, was sonst noch im Haushalt zu finden ist: Bügelgläser, Schraubgläser, Edelstahldosen, Mikrowellengeschirr aus Glas etc.

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Wenn es mal eine Laugenstange oder ein Brötchen mit in die Schule gibt, verpacken wir sie in einem unserer kleinen Baumwollbeutel. Die Lunchbots sind dafür zu klein. Die ganz kleinen Baumwollbeutel sind super für Nüsse oder Rosinen.

Bei Kivanta gibt es diese stapelbaren Edelstahlbecher, in passendem Beutel. Wir verwenden diese gerne für den Garten. Eine Zeit lang haben wir sie zu Hause regulär genutzt weil bei kleinen Kindern eben doch immer Mal was zu Bruch geht. 😉

Für die Markteinkäufe nutzen wir überwiegend unsere Waschsäcke und einige wenige Baumwollbeutel. Das meiste Gemüse (wie Tomaten, Gurken und Salat) legen wir in den Waschsäcken in den Kühlschrank. Für die schweren Sachen (Kartoffeln, Karotten, Äpfel, Zwiebeln) nutzen wir auf dem Markt Baumwollbeutel in unterschiedlichen Größen. Das meiste andere Zeug wie Kohl, Brokkoli, Orangen legen wir so in unsere große Einkaufstasche. Und dann haben wir eben noch die beiden großen Leineneinkaufstaschen.

Im Unverpackt-Laden kaufen wir fast nur mit den Baumwollbeuteln ein. Pistazien, kiloweise Mehl, Zucker und Haferflocken, Nüsse, Trockenfrüchte, Hülsenfrüchte, Seifenstücke, Getreide, Müsliflocken etc. gehen in die Beutel. Backwaren und Gewürze (auch Salze) kaufen wir grundsätzlich in unseren Gläsern (Bügelverschlussgläser genauso wie einige gesammelte Gurken- und Marmeladengläser). Dann sind da noch einige Flüssigwaren, für die wir Glasflaschen mitbringen: Sojasoße, Spülmittel, Ahornsirup und hin und wieder Öl (wir probieren uns derzeit noch durchs Sortiment).

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Wenn wir unterwegs sind nutzen wir was da ist: Baumwollbeutel (z. B. für Obst und belegte Brote), Gläser (Pistazien, Erdnüsse) und wenn wir essen gehen nehmen wir immer öfter unsere großen Glasbehälter für die Mikrowelle, sowie einige Baumwollbeutel, unterschiedliche Baumwolltücher und ein paar Edelstahlstrohhalme mit.

Der Versand: Unsere letzte Bestellung bei Kivanta kam übrigens plastikfrei bei uns an. Riesenplus von uns! Super! Und sonst ist es mal so, mal so. Vor allem die Lieferung der Wäschesäcke hat viel Müll verursacht. Am besten ist wirklich, wenn man vorher die Möglichkeiten vor Ort ausschöpft. Wir hatten uns beispielsweise zwei Kartons mit unterschiedlichen Bügel- und Schraubgläsern zu ein, zwei und drei Litern bestellt, nur um wenige Wochen später festzustellen, dass ein Haushaltswarengeschäft in unmittelbarer Nähe genau dieses Sortiment angeboten hatte…

Im Moment sortieren wir jedoch ein wenig um. Viele der aufbewahrten Schraubgläser haben wir im vergangenen Jahr so häufig in Gebrauch gehabt, dass die Deckel inzwischen unterschiedliche Mäkel haben. (Ich hatte hier schon einmal eingehend darüber berichtet.) Das sieht nicht so besonders schön aus und vor allem habe ich da auch immer etwas Angst, dass wir bei regelmäßigem Gebrauch wieder mit Stoffen in Verbindung kommen, die schädlich sein könnten. Wir haben uns nun dazu entschieden komplett auf Bügelgläser umzusteigen. Und ja, wir kaufen sie alle neu. Ich möchte einheitliche neue Gläser im Schrank stehen haben und diesem Drang gebe ich jetzt nach. Ich will meine Schränke endlich vernünftig sortiert haben. Und weil ich das sooooo schön finde, kriegt ihr auch ein Foto davon:

Mein Mann hat seit kurzem auch einen eigenen Beutel für das Auto dabei. Wir haben es ausgestattet mit jeweils einem ganz kleinen Baumwollbeutel, einem kleinen, einem mittelgroßen und einem Wäschesack, sowieso vier unterschiedlichen Gläsern von ganz klein bis etwas größer. Wir finden uns immer noch in den zerowaste Lebensstil ein und wenn er unterwegs mal was sieht, was uns wirklich fehlt, dann schlägt er natürlich gerne zu. Außerdem ist es trotz unserer monatlichen Einkaufsroutine immer mal wieder vorgekommen, dass er noch ein oder zweimal zusätzlich in den Unverpackt-Laden musste und dann nicht darauf vorbereitet war. In diesen Fällen hat er dann immer auf die Papierbeutel zurück gegriffen, aber wir wollen es eben zukünftig einfach vermeiden. Und so essentielle Dinge wie Seife oder Waschmittel müssen wir dann außerhalb der Routine kaufen, da kann ich keine zwei oder drei Wochen warten… (ja, nennt mich ruhig unflexibel… :D) Übrigens haben wir es nicht geschafft eine vegane Kernseife ohne Verpackung zu bekommen – und auch keine Alepposeife. Aleppo könnte ich bestellen und würde sie dann mit Pech in Plastik bekommen. Vegane Kernseife scheint nicht möglich zu sein. Die Tenside sind anscheinend nirgends vollständig vegan, und außerdem alle einzeln oder im BigPack in Plastik eingewickelt… Darum haben wir uns entschieden statt Waschmittel selber zu machen, jetzt wo unserer Jahresvorrat endlich aufgebracht ist (!) auf das Waschmittel aus Unverpackt-Kiel zurück zu greifen und weiterhin den Großteil unserer Seifen dort zu kaufen. (Never Change a running System… <3 )

9 Kommentare

  1. falls du noch keine gefunden hast: vegane kernseife gibts von sonett in 100g stücken lose im karton! kostet ca. 1€ soweit ich mich erinnern kann.

    lg

    • Hi! Danke für den Hinweis! Ja, tatsächlich habe ich genau die Seife von Sonett bereits im Schrank. Unser Unverpackt-Laden bietet sie inzwischen auch an. :)

      LG, Ilka

  2. So ein schöne Ordnung im Schrank.. daran arbeite ich noch hier !
    Was machst du mit all den Plastikdosen die du noch hast/hattest.. Tupper und Co… ?
    Übrigens.. unverpackt Kiel :-) da hab ich eine Seife gekauft.. die heisst Aphrodite und riecht wunderbar.. so als ob sie gegen jeglichen Unbill der Welt hilft…als Geschenk für eine Freundin… statt schlimmverpackte Schokolade..
    Gruss S.

    • Danke für dein Lob! Die alten Tupperdosen habe ich alle weggeworfen. In meinem Bekanntenkreis wollte sie keiner (vermutlich weil alle aufgrund permanent stattfindender Tupperparties alle bereits überversorgt sind) und andererseits weiß ich wirklich nicht ob Plastik überhaupt noch weiterhin in Umlauf bleiben sollte. Was für eine schöne Idee mit der Seife! Die Hand gesiedeten Seifen, die sie dort verkaufen, sind wirklich wunderschön. Zum Glück ist die neue Shampooseife, die ich mir dort ausgesucht habe auch vegan!

      Liebe Grüße, Ilka

  3. Liebe Ilka, ich beneide euch ein wenig um euren Unverpackt-Laden. Bei unserem gibt es leider nur trockene Sachen wie Mehl, Nüsse, Körner, Nudeln etc… Öle, Essig oder Sirup gibt es leider nicht. Und ich suche verzweifelt Sirup in einer GlasFLASCHE… :( LG, Ica
    PS: das mit den einheitlichen Gläsern kann ich total nachvollziehen!

    • Hi Ica,

      ja, die Marie arbeitet wirklich ganz vorbildlich im Unverpackt-Kiel! Wir sind sehr froh darüber. Aber wenigstens das was ihr bekommt hilft ja schon ein wenig. Und wegen dem Anderen würde ich einfach mal nachfragen. Unsere Standardfrage in Bezug auf Tofu lautet: „Sie haben nicht zuverlässiger Weise inzwischen Tofu im Programm?“ 😀 Es nervt zwar bestimmt schon, aber sie sollen ja wissen, dass es dafür auf jeden Fall einen Markt geben würde ;). In Interviews hat Marie immer mal wieder betont, dass sie viele der Lebensmittel im Unverpackt-Kiel nur im Programm hat, weil die Kunden so hartnäckig darum gebeten haben. Vielleicht gibt es ja eurem Laden noch Hoffnung. (Du meintest vermutlich nicht die Ahornsirupflaschen im normalen Handel oder? Wir haben auch wegen des Deckels dann drauf verzichtet, aber wenn ich die Option in Kiel nicht hätte, würde ich den Plastikdeckel vermutlich hin und wieder in Kauf nehmen… (Meintest du überhaupt Ahornsirup?))

      P.S.: Ich bin soooo froh, dass wir jetzt einheitliche Gläser haben ^^! Ich werde sie für immer behalten! :)

      • Ahornsirup hab ich auch schon gefunden, der eignet sich nicht für alles. Agave gibt’s nur in so nem großen Glas, da ist am Ende alles nur verklebt und der Sirup überall, nur nicht da wo er hin soll. Reissirup etc gibt’s immer nur in Plastik. Wir haben so „Ausschenker“, die kann man auf jede Flasche drauf machen und wären für Sirup ideal, wenn man ihn halt in Flaschen kaufen könnte…
        Und Anna hat leider sehr wenig Platz in ihrem Laden. Da er noch nicht einmal ein Jahr alt ist, ist sie vorsichtig bei ihren Einkäufen. Scheinbar frag auch ich immer nur nach anderen Sachen (auch Klopapier). Ich allein reiche halt leider noch nicht. Gibt es bei euch Hefe? Unverpackt habe ich die (wegen der Haltbarkeit) noch nirgends gefunden.. LG

        • Ich habe vor unseren Unverpackt-Zeiten auch vier bis fünf unterschiedliche Süßungsmittel gehabt: weißen Zucker, Rohrzucker, Ahornsirup, Agavendicksaft, Reissirup und hin und wieder auch noch Rohrohrzucker. Jetzt habe ich Zucker, Ahornsirup, Obst und Trockenfrüchte. Ich süße unsere Kuchen mit selbstgemachtem Apfelmus oder Smoothiemischungen oder Trockenfrüchten. Man kann auch Medjool-Datteln einfach mal nur mit Wasser durchpürieren und schauen was passiert (ich würde für den Anfang nur eine Medjool-Dattel auf eine Tasse Wasser nehmen). In dieser Mischung hast du gleich fast genügend Flüssigkeit für einen Kuchen, Kekse oder Muffins und gleich noch ein Süßungsmittel. Wenn es noch cremiger werden soll, dann kannst du einfach noch eine Handvoll Haferflocken oder Nüsse hinzufügen. Und wenn Flüssigkeit fehlt, einfach noch Wasser dazu nehmen. Nur jetzt als Beispiel. Marmelade ist auch super zum Süßen. Den Ahornsirup und auch unser Spüli kaufen wir meist in Gläsern mit sehr großer Öffnung. Zum Dosieren benutze ich einen Löffel. (Für das Spüli hätte ich dauerhaft irgendwann gerne mal einen Seifenspender…)
          Wir haben in Kiel auch nicht alles. Da du jetzt explizit fragtest: Ja, wir bekommen Hefe in Kiel (außerdem Backpulver und Natron). Ich denke wenn Anna eine Stammkundschaft und ein wenig den Überblick gefunden hat, wird sich das Sortiment garantiert erweitern. Das Backzutatenregal in Kiel ist übrigens so Mini, dass wir die ersten Male ständig dran vorbeigerannt sind (wenn man vorher nur Supermarkt-Größen gewohnt ist ^^). Bei euch in der Umgebung (naja, zwar nicht unmittelbar, aber immerhin noch einigermaßen erreichbar) eröffnen ja bald vermutlich noch ein paar Läden. Wenn es für dich nicht allzu weit weg wäre, wäre das ja eine Möglichkeit dort eventuell noch fündig zu werden.

          Wir haben in den letzten zwei/drei Monaten soviel Verpackung dezimiert, dass ich mich doch sehr wundere. Es hat sich wirklich schlagartig viel reduziert. Aber das liegt daran, dass wir bereit waren viele Kompromisse einzugehen und außerdem tut sich im Sortiment in Kiel momentan ständig was. Ob das jetzt Einstellungssache unsererseits war, oder ob das am Laden in Kiel lag oder an beidem? Fakt ist: Kiel hatte schon immer eine gute Auswahl. Einiges haben wir jedoch erst spät angenommen, weil wir nicht wussten, ob es in unseren Alltag einzubauen war. Und vieles von dem Angebot ignorieren wir immer noch. Irgendwann erkanntenn wir für uns zumindest, wenn wir öfter Trockenfrüchte und Obst mischen, dann ergibt sich für uns ein wunderburer Ersatz zum Kochen und Backen, den wir lieber verwenden, als den teuren Ahornsirup, der sowieso nicht aus Deutschland kommt… Dieser landet nun nur noch hin und wieder auf dem Haferbrei. Aber das ist ok so. Wir vermissen nichts.

          Jetzt habe ich schon wieder so viel geschrieben. Tut mir leid. Ich verstehe auf jeden Fall was du meintest. Wir sind wirklich oft tierisch gefrustet gewesen, und sind es auch oft immer noch, weil wir schnell an die Grenzen des Möglichen gelangen. Ich hab grade wieder Bonbons in fünf Plastiksäcken bekommen – aus der Bonbonfabrik, die direkt vor unseren Augen die Ware abfüllen und uns mit leuchtenden Gesichtern erzählen, dass sie zu dem Unverpackten Einkaufen leider überhaupt gar nichts sagen können, weil die Chefin grade nicht da ist… -.- (Die Naschiedosen waren echt alle leer und wir hattens den Kindern versprochen…)

          Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass es bei dir weiterhin so toll klappt wie bisher ;)!

          • Hui, das ist wirklich ne lange Antwort. Danke dafür!
            Ich bleibe weiter am Ball bei Anna, allerdings möchte ich das nicht als Frust verstanden wissen. Für sie ist so eine Ladengründung natürlich auch sehr risikoreich und ich freue mich über alles, was ich dort unverpackt bekommen kann. Bei den Sachen, die wir nicht bekommen, üben wir uns momentan im Verzicht bzw. lernen dann einfach neue Dinge (z.B. Kichererbsen) kennen. (Ohne Kinder ist das vielleicht auch einfacher, da wir beide ja zumindest vom Alter her „erwachsen und vernünftig“ sind… )
            LG in den Norden!

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