Der Gepflegte Mann „zerowastestyle“

rasur

Der Eine oder Andere fragt sich bestimmt wie man sich mit möglichst wenig Plastik und Verpackung rasieren kann. Darauf gibt es eine recht einfache Antwort: Ich benutze seit ca. 3 Jahren einen Rasierhobel. Zuvor habe ich alles mögliche von 3-5 Klingen mit Dosen-Rasierschaum oder Phillips- bzw. Braun Elektrorasierer. Mein Wechsel zum Rasierhobel begann allerdings damit, dass ich häufig Pickelchen im Halsbereich nach der Rasur bekam.

Also die Überlegung dahinter war erstmal nicht Zerowaste sondern meine Hautproblematik. Ich fragte mich wie sich ein oder zwei Generationen vor mir rasiert wurde: Google angeworfen und nach einiger Suche bin ich auf Rasierhobel und Rasiermesser gestoßen. Hobel hörte sich gut und einfach an und meine neue Sammel-Leidenschaft war geboren… In meinen Höchstzeiten hatte ich 15 verschiedene Aftershaves, 8 Rasierseifen, 2-3 Rasierpinsel, 2 Rasiermesser, 1 Shavette (Rasiermesser mit Wechselklinge) und mehrere Rasierhobel.

Ich habe jetzt nur noch einen Rasierhobel, 2 Aftershaves einen Balm und einen Rasierpinsel und eine Rasierseife mit Schale. Mehr braucht es da wirklich nicht. 😉

 

 

Unser Equipment:

2 Rasierhobel (Merkur Futur und Mühle R89), 1 Rasierpinsel (aufgrund unseres veganen Lebensstils hat der Pinsel synthetische Borsten), Rasierseife von Vergulde Hand (wird nach dem aufbrauchen gegen eine Zerowaste Rasierseife ausgetauscht). Als Aftershave benutze ich „D.R. Harris Windsor“ und „Tüff Sensitiv“ plus Bals von „Calani“.

 

 

Aber nun kommen wir mal zu meinem Rasierablauf:

1. Die Vorbereitung

Ich Wasche mir mein Gesicht mit Seife. Danach schlage ich mit meinem Rasierpinsel und der Seife in der Kokosschale einen schönen sahnig/cremigen Schaum auf. Dieser wir auf der Haut mit dem Pinsel verteilt. Wichtig ist das der Schaum 2-3 Minuten einziehen muss. Das Barthaar quillt auf und wird weich.

pinsel

 

2. Die Rasur

Ich rasiere mich meistens in zwei Durchgängen. Einmal in Wuchsrichtung und einmal quer dazu. Man muss da aber ganz individuell sein da jede Haut anders ist. Zwischen jedem Durchgang wird neu eingeschäumt. Ich empfinde die Rasur mit dem Hobel als gründlicher und vor allem angenhemer. Kein Ziepen und fast immer keine Pickel. In einen Hobel kommt eine doppelseitige (Double Edge) Klinge rein. Mehr braucht es nicht… 100 Klingen bekommt man schon für 7-10€ und eine Klinge hält bei mir für 4-5 Rasuren. Ich benutze einen Merkur Futur (Einstellbar (der Silberne im Bild)) und Ilka verwendet einen Mühle R89 (geschlossener Hobel (der Weiße)). Beide kommen aus Deutschland.

hobel

 

3. Nachbereitung

Nach der Rasur wird der restliche Schaum mit kaltem Wasser abgespült. Ich benutze nach der Rasur noch ein alkoholisches Aftershave und wenn meine Haut mal trocken sein sollte einen Balm. Das Aftershave empfinde ich als wichtig, da es die Haut nach der Rasur noch einmal desinfiziert und evtl. auch noch heilungsfördernde Extrakte enthalten sind.

Den Griff des Rasierpinsels habe ich mir von einem Tischler anfertigen lassen und die Rasier-Seifenschale habe ich selber hergestellt, da mir die handelsüblichen Alternativen nicht so gut gefallen haben. Pinsel gedrechselt, Schale aus Kokosnuss.

Viele, vor allem vegane Pinsel, haben einen Plastikgriff (nicht alle), doch mit etwas Geschick kann man sich die Griffe für Rasierpinsel und Hobel selber Herstellen ;-). Dann hat man einmal einen Plastikgriff für sein Müllglas, aber dafür eben einen richtig stylischen Rasierpinsel für die Ewigkeit.

meister

Ilka benutzt übrigens nur ihre normale Seife. Keine Schale, keine extra Seife. Also ganz unkompliziert. 😉

 

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