Apfelkuchen: vegan, lowfat, zerowaste

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Apfelkuchen geht doch eigentlich immer oder? 😀

Meine Recherchen im Internet haben ergeben, dass die meisten fettarmen Kuchen-Rezepte einen großen Bestandteil an pürierten Früchten, Bohnenmus oder Pürees aus unterschiedlichen Gemüsesorten (Süßkartoffeln, Kürbis, Zucchini) enthalten. Die ersten Back-Versuche, die ich in dieser Richtung unternommen habe, haben mich total überzeugt! Meine Kinder essen die fettarmen Kuchen sogar noch lieber als die normalen. Was total super ist, da ich in diesen Kuchen noch mehr „gesundes Zeug“ verstecke als in unseren Suppen :D.

Da wir immer Äpfel im Haus haben, habe ich mich an einem Apfelkuchen versucht. Es sollte eigentlich ein gedeckter Apfelkuchen werden, aber der Teig ist nicht fest geworden. Ich hab mich total in der Flüssigkeitsmenge vertan. Da der Teig aber trotzdem super lecker schmeckte, habe ich einfach weiter gemacht und die obere Teigdecke weg gelassen… Der Teig entwickelte sich zu einem normalen Rührkuchenteig. Diesen habe ich zehn Minuten vor gebacken. Dann habe ich Apfelmus darauf verteilt und noch Apfelschnitze von ungefähr zwei weiteren Äpfeln darauf geben.

Dieser Kuchen hatte alles, was man sich für eine schietwetter-Zeit wünschte: er war warm, weich, knusprig am Rand, innen saftig und hätte ich noch Zimt im Haus gehabt, wär er perfekt gewesen!  Passt also bestens zum aktuellen Wetter in Norddeutschland! 😀

Hier ist das Rezept:

Apfelmus:

  • 3 Äpfel
  • 2 Tassen Wasser
  • optional: Zimt
Die Äpfel schälen und grob klein schneiden. Mit einer Tasse Wasser in einen kleinen Topf geben und kochen.
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Ich koche das Apfelmark immer etwa eine Stunde lang. Ein Großteil der Flüssigkeit verdampft immer wieder. Darum muss man den Topf schon gut im Auge behalten. Nach und nach musst du Wasser hinzufügen.
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Es ist gut möglich, dass du mehr als eine weitere Tasse Wasser brauchst. Apfelmus braucht keinen zusätzlichen Zucker.
Kuchenteig:
  • 250g Mehl
  • 3EL Zucker
  • 1TL Backpulver
  • 2EL Apfelmark (selbstgemacht)
  • Smoothie aus 1 Banane, 2EL Haferflocken, 1 Tasse Wasser
  • Außerdem weitere 2 Äpfel zum verzieren

Banene, Haferflocken und Wasser in den Mixer geben und schnell den Smoothie machen.

 

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Alle Zutaten gut mit einander verrühren, das sollte schnell gehen.

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Nun eine runde Kuchenform einfetten. Ich nehme für Apfelkuchen immer gern eine Tarteform oder wie im Bild eine größere Springform.

 

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Am besten ist es wenn man noch einmal Grieß in die Form gibt und gut verteilt.

 

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Der Kuchen lässt sich so nach dem Backen wirklich besser lösen.

 

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Nun den Teig in die Form geben und für zehn Minuten bei Umluft 180°C für zehn Minuten backen.

 

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Den Teig heraus nehmen und den restlichen Apfelmark auf den Kuchen geben. Nun die zwei Äpfel in schmale Streifen schneiden und dekorativ auf dem Apfelmus verteilen.

 

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Einen Esslöffel Zucker über den Apfelstreifen verteilen. Den Kuchen weitere 30 Minuten bei 180°C Umluft backen. Eventuell braucht er länger. Stäbchenprobe machen!

 

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Diesen Kuchen habe ich nicht in einem Rutsch durch gemacht. Das Apfelmark dafür habe ich morgens gekocht, während der Frühstücksvorbereitungen. Den Teig habe ich gemacht, während ich Mittagessen zubereitet habe. Ich nutze hierfür meistens kleine Zeitfenster, die sich ergeben, wenn ich sowieso grade in der Küche beschäftigt bin. Nur um den Faktor „das dauert alles so lange“ einmal kurz zu bedienen. Ja, es dauert lange. Aber man kann solche langwierigen Dinge auch einfach unterwegs im in den Alltag einbinden. 😉

1 Kommentare

  1. Sabine Hannoschöck

    Liebe Ilka,
    Ich habe Deinen Blog über Shia kennengelernt. Und ganz besonders hat mich Deinen Wochenplan für’s Essen interessiert. Ich habe ein kleines Segelboot ohne Eisschrank, Ofen und anderem Confort. Wenn man also länger draußen ist, braucht man einen Eßplan! Und der sollte sich mit einem italienischen Allesfresser und einer „italienisierten“ deutschen Fastveganerin irgendwie vertragen. Anregungen habe ich bei Dir gefunden, und probiere es im täglichen Leben, also nicht auch dem Boot. Aber toll, funktioniert das bei mir noch nicht!
    Jetzt habe ich aber eine dumme Frage zum Apfelmus/Mark.
    Ich gestehe, ich habe noch nie Apfelmark gemacht, aber wieso gibst Du so viel Wasser dazu? Ich mache Apfelmus immer ohne Wasser und koche das allerhöchstens 5-10 Min. Wenn ich Flüssigkeit brauche, gebe ich Orangen oder Zitronensaft dazu.Die restlichen Apfelstückchen würden sich doch durch’n Umrühren mit dem Teig „auflösen“. meine Tochter macht eine Torta all‘ acqua ( Wasserkuchen ), die ich ganz gut finde, aber die man vielleicht mit dem Apfelmark verbessern könnte.
    Ich lebe übrings in der Nähe von Bologna, deshalb Torta all’acqua.
    Ich habe hier übrings sehr große Probleme mit Zerowaste. Das fängt im Supermarkt (Coop ) an. da gibt es nichts mit eigenen Tüten beim Gemüse oder Brötchen!
    Für heute grüße ich Dich herzlichst
    Deine j
    Sabine

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