Zerowaste – Die Umstellung meistern und dran bleiben

Achtung! Diesmal super lang! ­čÖé

Als ich meinen Gesangslehrer vor einigen Monaten fragte, wann ich endlich eine vollst├Ąndig ausgebildete Stimme haben w├╝rde, antwortete er: “Darauf gibt es keine Antwort. Diese Ausbildung ist ein lebenslanger Prozess, deine Stimme entwickelt sich immer weiter, auch wenn ich dir nichts mehr bei bringen kann. Du wirst immer andere S├Ąnger treffen, die besser oder schlechter sind als du und du wirst immer von beiden lernen.”

Warum ausgerechnet dieser Vergleich? Ich bin eine seiner besseren Sch├╝lerinnen, im Unterricht gibt es kaum noch Unterbrechungen durch Fehler in der Gesangstechnik meinerseits, wir k├Ânnen ganz intensiv an unterschiedlich schweren St├╝cken arbeiten und kommen sehr gut voran. Trotzdem bin ich noch lange nicht “fertig”.

So ├Ąhnlich erging es mir bei unserer Umstellung auf eine vegane Lebensweise. Und so ergeht es mir jetzt in der Einf├╝hrung der zerowaste-Lebensweise im ganzen Haushalt. Ich bin in diesem Prozess sehr weit. Mein Mann befindet sich ungef├Ąhr dort, wo ich vor einem halben Jahr war. Die Kinder ziehen mal mehr mal weniger mit.

Insgesamt geht es voran. Trotzdem ist noch viel zu tun.

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Planung ist alles!

 

Wieviel Minimalismus braucht zerowaste eigentlich?

Die Schlimmste unserer R├╝mpelecken, unser Flur, den wir als Vorratsraum, Abstellraum und B├╝roecke genutzt hatten, ┬áhabe ich endlich letzte Woche vollst├Ąndig mit meinem Mann zusammen aufger├Ąumt. Das B├╝ro war schon l├Ąngst umgezogen, mit nur noch dem was n├Âtig ist. Ein kleiner Schreibtisch (eigentlich ist das ein Kosmetiktisch), PC, Stuhl, Grafiktablet und unsere wichtigsten Unterlagen (etwa eine kleine schmale Schublade voll). All das steht nun im Wohnzimmer, da ich hier sowieso besser und h├Ąufiger arbeiten kann. Hier habe ich die Kinder die ganze Zeit im Blick und kann auch mal an den PC wenn sie besch├Ąftigt sind. Ebenso ist mein Klavier mit hoch gezogen. Ja das passt alles ins Wohnzimmer rein. Nachdem wir unsere alten, v├Âllig kaputten, Sofas┬áentsorgt, sowie alle ├╝bersch├╝ssigen B├╝cher, DVDs und CDs ├╝ber unterschiedliche Kan├Ąle verkauft oder verschenkt hatten und dadurch unser dreiteiliges riesenhaftes Wohnzimmer Regal auf ein Schrankelement und zwei unterschiedlich gro├če Kommoden┬áreduzieren konnten, passte nun das neue Sofa, der Schreibtisch und mein Klavier oben rein. Was f├╝r eine Erleichterung!

Es ist noch ziemlich viel unsortiertes Zeug aus dem B├╝ro unten geblieben. Das hat zwei kleine Billy-Regale ausgef├╝llt. Doch nach unserer Aufr├Ąumaktion von letzter Woche ist es wieder ein ganzes St├╝ck leerer geworden. In diesen Regalen waren noch viele Sachen, die einerseits gesetzlicher Aufbewahrungsfristen unterliegen/unterlagen, Dinge von denen ich die ganze Zeit nicht wusste, ob ich mich davon trennen kann, schlicht weil ich es behalten wollte und dann noch einige B├╝cher, die ich f├╝r meine Hobbies brauchte. Ich bin dieses Regal immer mal wieder angegangen und habe aufgegeben, weil ich einfach keine Entscheidungen treffen konnte. Das gibt es, und das wird es auch immer wieder geben. Am meisten hat es mir geholfen, alles einfach wieder zur├╝ck zu stellen, den Platz so gut es ging aufzur├Ąumen und wenigstens eine Sache davon weg zu werfen (ich habe meist einen Sto├č alter Rechnungen rausgesucht und meinen Kindern f├╝r ihr Lagerfeuer gegeben).

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Im Wohnzimmer habe ich eine sch├Âne Schubladenkommode stehen, in der meine mir bisher wichtigsten verbliebenen Besitzt├╝mer untergekommen sind. Das sind unterschiedliche B├╝cher, einige Zeitschriften, Handarbeitsmaterial, unterschiedliche Mal- und Zeichenutensilien und meine Lieblingskochb├╝cher. Viele von diesen Dingen sind in den Schrank gewandert, weil ich mir zu 100% sicher war, dass ich diese Dinge auf jeden Fall immer ben├Âtigen werden w├╝rde. Ich w├╝rde niemals das Malen aufgeben und ich w├╝rde auch f├╝r immer h├Ąkeln, n├Ąhen und stricken. Au├čerdem br├Ąuchte ich meine Kochb├╝cher um jeden Preis.

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Diese Schubladen ├Âffne ich fast t├Ąglich, weil┬áeinige Dinge darin sind, die wir st├Ąndig ben├Âtigen und dabei sah ich jeden Tag all den anderen Kram. Letzte Woche ist mir klar geworden, dass ich nur ein einziges Kochbuch wirklich die ganze Zeit benutzt habe und mir die anderen eigentlich gar nicht mehr richtig angesehen habe. Au├čerdem hatten wir das Kinderzimmer so intensiv aufger├Ąumt, dass der Bastelkram und einige Schulsachen, die ich f├╝r den Gro├čen darin aufbewahrt hatte, direkt r├╝ber ins Kinderzimmer wandern konnten. Diese Kommode hat f├╝nf Schubladen, nachdem ich sie alle durch gesichtet hatte, waren drei frei. Es steht noch eine Weitere, eine sehr viel kleinere Kommode┬áim Wohnzimmer, in der wir noch einige restliche DVDs und Geschenkpapier aufbewahrten. Weil ich grade so in Fahrt war, sah ich sie auch nochmal durch und hatte am Ende noch drei freie Schubladen.

Daraufhin nahmen mein Mann und ich uns jeder einen gro├čen blauen M├╝llsack und nahmen uns den Flur vor. Ziel war es, alles was wir von unten noch wirklich brauchten, in diese┬ásechs Schubladen oben zu kriegen und das Vorratsregal soweit aufzur├Ąumen, dass nur noch Vorr├Ąte darin waren, die wir wirklich konsumieren w├╝rden. Wir haben Jacken, Schuhe, Schals, M├╝tzen, alten Dekokram, leere Ordner, Haftnotizzettel f├╝r ein ganzes Leben, leere Collegebl├Âcke, Wein ohne Ende,┬áund alte Postkarten aussortiert. Ich habe so endlos viel K├╝nstlerbedarf gefunden, ich habe ├╝berhaupt keine Chance das jemals alles zu benutzen! Bei der Durchsicht unserer Akten haben wir festgestellt, dass viele Aufbewahrungsfristen bereits wieder verj├Ąhrt waren, so konnten wir uns wieder viel Papierkrams entledigen. Es ist ein einziges Hin-und-Her-r├Ąumen!

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Wieder mehr Platz f├╝r Gl├Ąser und unsere neuen favourites: Baumwollbeutel! ­čÖé

 

Das B├╝rozeug habe ich┬áan zwei Personen aus meinem Bekanntenkreis verteilt, eine Studentin und eine in Heimarbeit arbeitende Mutter, die sich beide sehr dar├╝ber gefreut haben. Alle Kleidung, die noch gut war, habe ich in die Altkleidersammlung gegeben. Jeder durfte┬áeine M├╝tze, ein Cappi und einen Schal behalten.┬áEs durften nur die Schuhe bleiben, die passten, heil waren und auch wirklich getragen wurden. Den Wein haben wir mit einer Schleife darum als nachtr├Ągliche Weihnachtsgeschenke verschenkt.

Es passte wirklich alles Wichtige in die Schubladen oben. Wir bewahren jetzt nur noch die Dinge unten┬áauf, die noch eine aktuelle Aufbewahrungsfrist haben. Alle anderen Unterlagen hatten wir schon l├Ąngst auf einen Online-Service umgestellt, was da unten noch vor sich hind├╝mpelte, war noch aus der Zeit davor. Insgesamt ging das alles recht schnell. Wir sind inzwischen doch sehr gut im Ausmisten. Jahrelanges Training zahlt sich aus :D! Nein, Spa├č beiseite. Als wir┬áim Februar das Erste Mal nach zerowaste Art ausgemistet hatten, haben wir uns soviel Zeugs in einem Zeitraum von ungef├Ąhr drei Wochen entledigt, dass ich am Ende gar nicht mehr in der Lage war auch nur noch┬ábei einem einzigen Gegenstand ├╝ber dessen weiteren Verbleib zu entscheiden. Und au├čerdem nervte mich auch die ganze Zeit noch die Aufbewahrung, des ganzen Zeugs, das noch zu gut war um es wegzuwerfen, und f├╝r das wir keinen Abnehmer fanden.

Inzwischen haben wir uns angew├Âhnt einfach einiges so┬ázu verteilen. Die meisten B├╝cher sind so im Laufe der Zeit weg gekommen. Und vieles von dem was jetzt noch im Abstellraum (ja, wir haben tats├Ąchlich noch einen echten Abstellraum)┬ásteht und wartet, wird auf dem gleichen Wege wegkommen. Die Hauptsache f├╝r uns war, dass es erstmal aus dem Blickfeld verschwindet und wir auf dem Weg “Minimalismus” voran kommen. Nun haben wir zwei leere Billys und zwei kleine leere Schubladencontainer unten stehen, die wir nur deshalb noch nicht rausgeworfen haben, weil wir noch nicht wissen, wo wir sonst unseren gro├čen Drucker hinstellen sollen. Der Raum hat jetzt eine super Akustik und ist prima geeignet f├╝r┬áGesangs├╝bungen :D.

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Ich liebe unsere Restesuppen! Wir essen immer so leckere Sachen dazu…

 

Ich wei├č nicht, ob es jetzt Sinn macht eine spezielle Vorgehensweise f├╝r das Entr├╝mpeln vorzuschlagen. Ich selber gehe dabei ziemlich unsystematisch vor. Aus Erfahrung kann ich nun sagen, das ├╝berkommt mich in unregelm├Ą├čigen Sch├╝ben, dann kipp ich eine ganze Schublade einfach aus und betrachte sie erstmal leer. Ich finde das ist ein wundervoll befriedigender Anblick. Und dann frage ich mich: Brauche ich den Schrank, in dem diese Schublade ist noch? Wenn die Frage ja lautet, wende ich mich dem Kram zu, den ich ausgeleert habe. Was brauche ich davon wirklich noch? Nein, ich meinte, wenn es hart auf hart kommt, was k├Ânnen wir wirklich nicht entbehren? Beispiel Besteckschublade: Brauchen wir zwei gro├če Fleischmesser (ja, wir sind Veganer, aber die Fleischmesser sind super um gro├čes Obst, Kohl oder K├╝rbis zu schneiden), drei kleine K├╝chenmesser, ein Tomatenmesser, zwei Kochl├Âffel, zwei gro├če und┬áeinen kleinen Schneebesen? Ich r├Ąume nur noch zur├╝ck, was wirklich nicht weg kann, und was ich vermutlich auch auf einer einsamen Insel gebrauchen w├╝rde.

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Ja, diese drei w├╝rde ich auch auf einer einsamen Insel dabei haben wollen…

 

 

Manchmal habe ich auch beim Geschirrsp├╝ler ausr├Ąumen oder beim Kochen auf einmal etwas in der Hand und in dem Moment wird mir klar, wir haben keinen Bedarf daf├╝r, das belastet uns nur. Und dann kommt es sofort weg. Kein Pardon. Ich will nicht, dass meine Schr├Ąnke mit unn├╝tzem Zeug ├╝berf├╝llt sind.

Was mir sehr gut hilft dran zu bleiben,┬áist immer wieder bei anderen Bloggern vorbei zu schauen und zu sehen, wie sie es machen. Oder bei Instagram zu st├Âbern. Sehr beliebt ist ja momentan auch das minsgame, bei dem man 30 Tage lang jeden Tag eine bestimmte Anzahl an Dingen aussortiert.

Schwer f├Ąllt mir momentan all die leeren Gl├Ąser aufzubewahren. Wir befinden uns momentan in einer dieser merkw├╝rdigen Phasen, in denen alles gleichzeitig leer wird (auch die Dinge, die man nur alle paar Monate mal kauft, weil sie so lange halten) vom Couscous-Glas bis zur eingemachten Zucchini aus dem Sommer. Am liebsten w├╝rde ich sie alle zum Glascontainer fahren, aber das ist ja mumpitz, wir werden einen Teil davon nach dem n├Ąchsten gro├čen Einkauf im “unverpackt-Kiel” wieder brauchen. Und den Rest brauche ich ihm Sommer f├╝r Marmelade und co.

Dennoch sorgen all diese Dinge daf├╝r, dass ich mich immer wieder mit unserem Konsum auseinander setze. Und das bringt mich wieder zur Einleitung dieses Artikels.

Eine Lebensumstellung ist immer ein Prozess –┬ásei es der Eintritt in einen Sportverein, das Erlernen eines Musikinstruments, die Umstellung auf eine spezielle Ern├Ąhrungsform oder das Adaptieren eines┬áminimalistischen┬áLebensstils. Wichtig ist es┬áim eigenen Tempo voranzugehen, und sich soviel Zeit zu nehmen, wie man braucht. F├╝r mich ist das ein stetig wiederkehrendes Vor und Zur├╝ck.

Auch Einkaufen will gelernt sein…

Unsere Einkaufsroutinen sind beispielsweise bereits sehr gut angepasst. Aber ├╝ber Weihnachten lief alles aus dem Ruder, weil unser Marktstand eine dreiw├Âchige Pause eingelegt hat. Also mussten wir woanders einkaufen gehen. Und dann noch die ungewisse Zahl, der Personen, die von unseren Weihnachts- und Silvestermen├╝s essen w├╝rden. (“Oh das ist vegan? Klasse, ich w├╝rd das so gern mal probieren…” Das vegane Essen wird immer probiert.) Mein Mann hat dann die ersten beiden Wochen unser Obst und Gem├╝se (und ja, wir haben ├╝ber diese drei Wochen wirklich nur Obst und Gem├╝se gekauft) im normalen Supermarkt geholt und die Umverpackung einfach gleich nach dem Bezahlen dort gelassen. Gut das war eine Idee. Das hat mir aber nicht so gut gefallen also haben wir die n├Ąchst gr├Â├čere Kleinstadt aufgesucht und sind dort auf den Markt gegangen. Obwohl wir dem Verk├Ąufer dort mehrmals gesagt hatten, dass wirklich absolut unsere eigenen Beutel dabei haben und diese auch nutzen wollen, hielt er es echt f├╝r n├Âtig uns zwei Papiert├╝ten und einen Plastikbeutel aufs Auge zu dr├╝cken… (Wenigstens waren zwei von den drei T├╝ten aus Papier und konnten somit in den Kompost wandern).

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Ein besch├Ąmender R├╝ckfall… ­čÖü

 

Einerseits bin ich eben schon sehr weit. Aber, dass ich beim Einkaufen oder Ausw├Ąrts-Essen das Diskutieren ├╝ber mir unn├Âtig aufgezwungenen M├╝ll beginne, oder dann einfach weggehe (w├Ąre ja auch ne M├Âglichkeit), soweit bin ich leider noch nicht. Aber ich merke, dass es langsam kommt. Genauso wie diese spezielle Schrulligkeit bei Veganern, wenn sie es eben nicht mehr so ganz akzeptabel finden, dass Menschen es einfach nicht begreifen wollen, warum Veganismus die einzige L├Âsung ist. “Du bist doch eigentlich ganz vern├╝nftig Ilka und bleibst tolerant uns anderen gegen├╝ber oder?” – “├ľhm n├Â?!…” Das war aber nicht immer so. Ich hatte mir damals, als ich vegan wurde, fest vorgenommen nicht wie einer dieser ber├╝chtigten fanatischen Veganer zu werden, die permanent unangenehm auffallen, weil sie ├╝ber nichts anderes als Massentierhaltung, die Erderw├Ąrmung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sprechen k├Ânnen. Ich denke ich kann jetzt mit Sicherheit sagen, mein Freundeskreis ist zeitweilig auf jeden Fall genervt von mir…^^

Es geh├Ârt sehr viel minimalistisches Denken zum zerowaste und ich merke immer wieder, dass ich das untersch├Ątze. Ich habe dieses Jahr um die Weihnachtszeit sehr viele Geschenke angenommen, die ├╝berhaupt nicht dem Geist von Minimalismus und zerowaste entsprachen. Einen Teil davon habe ich einfach weiter verschenkt. Und diese Nikolaust├╝ten, die┬áwir jedes Jahr bekommen, haben wir dieses Mal zur weiteren Verwendung an den Absender zur├╝ck gegeben. Insgesamt hat es ganz gut geklappt. Aber ich habe bei vielen Dingen hinterher gedacht: Das h├Ątte so gar nicht sein m├╝ssen, ich habe mir viel zu viele Gedanken gemacht. Die meisten Verwandten, tats├Ąchlich auch die Kinder, h├Ątten noch viel weniger akzeptiert. Sowohl uns weniger zu schenken, als auch weniger beschenkt zu werden.

Ich finde es auch wichtig, dass man sich irgendwie selbst bei der Stange h├Ąlt. Die ganze Zeit nur entbehren, wird anstrengend, wenn es als Zwang angesehen wird. Bisher hat mir die ganze Umstellung Spa├č gemacht, aber wenn ich dann auf einmal Pizza mit Pizzaschmelz m├Âchte und wirklich nicht mit mir vereinbaren kann sie ohne Pizzaschmelz zu essen, was ist dann sinnvoller? Die Pizza ohne K├Ąse essen und riskieren, dass sich dann ein noch gr├Â├čerer R├╝ckschlag anstaut oder eine leere Packung Pizzaschmelz in mein M├╝llglas wandern lassen?

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Ich habe mich f├╝r die leere Packung Pizzaschmelz in meinem M├╝llglas entschieden.

 

Vorausgesetzt ich entwickele mich in dem Tempo weiter, dass ich bisher an den Tag gelegt habt, dann habe ich Ende 2016 eine stylische minimalistische Wohnung und eine handfeste neue Schrulligkeit auf die ich stolz sein kann! ­čśë (Auf die anderen, insbesondere auf diese spezielle Vegane, bin auch sehr stolz…)

Gute Vors├Ątze sind ganz nett. Aber mal ganz ehrlich: Wer h├Ąlt seine Neujahrsvors├Ątze wirklich ein? Wieviele konnte man wirklich umsetzen?

Grade bei der Umstellung auf einen minimalistischen Lebensstil oder auf zerowaste kommt es meiner Meinung┬ánach an,┬áohne Druck vor zu gehen. Vor allem wenn man nicht alleine lebt und die Mitbewohner sich mit dem neuen Wind nicht so gut anfreunden k├Ânnen.

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November und Dezember 2015

 

Die Einhaltung eines bestimmten Datums oder einer bestimmten Zeitphase hilft mir pers├Ânlich nicht dabei. Wenn ich etwas tun will, dann mache ich es einfach, egal welcher Tag oder welche Uhrzeit nun grade┬áist. In meinen Augen ist der beste Zeitpunkt immer jetzt.

Also: Geht es an! Und lasst euch nicht von Neujahrsvors├Ątzen stressen, wenn ihr das nicht wirklich wollt! ­čśë

P.S.: Wer doch einige gute Vors├Ątze oder einen kleinen Ansto├č braucht kann hier f├╝ndig werden:

  1. Bei zerowastenerd.com gibt es eine drei├čigt├Ątige Anleitung f├╝r eine zerowaste-Umstellung (englisch).
  2. Shia hat auf wastelandrebel.com eine Reihe “gr├╝ner” Vors├Ątze f├╝r euch (deutsch).┬áEs sind genau zw├Âlf, so k├Ânnt ihr euch jeden Monat einen vornehmen.
  3. Und mein pers├Ânlicher Lieblings-Artikel zu den Themen zerowaste und Neujahr von Bea Johnson pers├Ânlich(englisch).

 

 

3 Kommentare zu “Zerowaste – Die Umstellung meistern und dran bleiben

  1. Pingback: Zero Waste: Gestern ÔÇô Heute ÔÇô Morgen - the simple home

  2. Wahnsinn! Es macht mir fast schon Angst, wie genau du es triffst. Mir geht es oft ganz genauso (abgesehen davon, dass ich wirklich so absolut ├╝berhaupt nicht singen kann). Mal diese Phasen voller Energie und dann wieder, wo es nur ganz langsam vorw├Ąrts geht. Oder sogar r├╝ckw├Ąrts.
    Und vor allem im Bezug auf vegane Produkte ist es so schwer, zero waste zu leben. Im Prinzip muss man alles selber machen oder verzichten. Oder die Hersteller mal dazu bewegen, zumindest Joghurt und Milch in Pfandgl├Ąsern/-flaschen anzubieten. Vegane K├Ąsealternativen kenne ich nur in Plastik… und da hei├čt es bei mir bisher einfach nur Verzichten! Alles Gute auf dem weiteren Weg, auf den ich sehr gespannt bin!

    • Hi Ica! Ja total interessant oder? Ich sehe auch immer wieder auf unterschiedlichen Blogs oder anderen sozialen Medien, wie ├Ąhnlich diese Umstellungen sind (auch die vegane Umstellung). Das ist eben einfach alles Kopfsache… ­čśë
      Ja, wir machen, wie man sieht, fast alles selber. Tofu bekommen wir hier gar nicht unverpackt. Laut R├╝cksprache mit der Inhaberin des Twelve Monkeys (Vegan-Laden mit unverpackt-Systemen in Hamburg) gibt es im norddeutschen Raum ├╝berhaupt keine Tofumanufaktur, weshalb dieser auch in Kiel bzw, in Hamburg nicht unverpackt angeboten werden kann. Es ist finde ich auch einfach unheimlich interessant alle diese Dinge zu erfahren…
      Ein Pfandsystem f├╝r Pflanzenmilch und Pflanzenjoghurt w├Ąre echt ein Traum! Ja genau. K├Ąsealternativen kaufen wir regul├Ąr f├╝r unseren Verbrauch auch nicht, allerdings f├╝r die Kindergartenbox unseres Kleinen. (Im Kiga wird eine richtige Tischkultur praktiziert – da gibt es kleine Aufschnittplatten und Sch├╝sselchen mit Butter, Marmelade, Leberwurst und so weiter und da bekommt er dann von uns eine h├╝bsche Glasbox mit unterschiedlichen veganen Alternativen, damit er nicht ganz so au├čen vor ist, wie sowieso schon…). Es ist mit Sicherheit einfacher omnivor zerowaste zu leben.
      Aber in den Phasen in denen ich sehr viel nachhake, merke ich doch, dass sich viele ungeahnte Wege zu anderen Lebensmitteln auftun, mit denen man sich auch ganz gut anfreunden kann.

      Liebe Gr├╝├če! Ilka

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